ich bin kein Anhänger der Theorie, dass es eine völlig richtige und eine völlig falsche Meinung gibt. Auch beim Energiethema ist ein Kompromiss notwendig. Ich erwarte nicht, dass die heutigen nur zeitweilig nutzbaren Technologien von heute auf morgen abgelöst werden können, sondern spreche mich für einen schrittweisen Umstieg aus. Natürlich sollte er schneller stattfinden als bisher.
Woher Du die (unkonkreten) Zahlen für die Unfallwahrscheinlichkeit nimmst, ist mir unbekannt. Im Verkehrswesen haben wir die (unglückselige) Möglichkeit, die Unfallzahlen und Personenkilometer zu kennen und so gegeneinander aufstellen zu können. Im Atomstrombereich hatten wir glücklicherweise vergleichsweise wenige GAU-Zwischenfälle, können die Unfallwahrscheinlichkeit also nur theoretisch auf dem Papier ausrechnen. Als Ingenieur weiss ich, dass man bei den tollsten Rechenmethoden dennoch danebenliegen kann. Daher würde ich nicht behaupten, dass das Risiko in dem Sinne kalkulierbar ist, dass man beispielsweise "1 Unfall pro xxx TWh" annehmen kann. Ich lebe nicht in der Angst vor einem Atomunfall, ich halte ihn dennoch nicht für ausgeschlossen. Natürlich ist ein Verkehrsunfall wahrscheinlicher - übrigens auch ein völlig verkanntes Thema, das niemanden aufrüttelt.
Die Theorie, dass Kraftwerke auf voller Last weiterlaufen, wenn "zu viel" Ökostrom eingespeist wird, kenne ich. Die kam vom Spiegel, Stern oder so, wenn ich mich recht erinnere. Das Thema müsste ich mal vertiefen - es kommt mir schon sehr merkwürdig vor, dass man einem Generator eine Leistung zuführen kann, die auf der anderen Seite nicht abgenommen wird.
Es gibt übrigens auch Studien, die belegen, dass alleine aufgrund der regionalen Ungleichverteilung von Wind und Sonne eine erneuerbare Vollversorgung möglich ist. Und wenn wir schon bei Zukunftsideen wie dem Brüter sind, muss man auch anmerken, dass zur Zeit stark an Speichertechnologien geforscht wird, um auch nach der Erdölzeit tonnenschwere Fortbewegungsmittel nutzen zu können.
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