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Wiki Bahnbilder.de - Wiki Startseite
von Thomas Wendt am 14.06.2016, 10:18:38 | Druckansicht | | #

⇑Wiki Bahnbilder.de - Das Lexikon für bahnbilder.de



Willkommen

bahnbilder.de ist eine moderierte Webseite auf der Eisenbahnfotografen, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene, ihre Bilder zeigen können. Damit dies auch möglichst reibungslos funktionieren kann, soll diese FAQ ein wenig helfen. Hier werden hilfreiche Tipps gegeben, aber auch auf Einschränkungen hingewiesen. Hier im Wiki können Artikel zu diversen Eisenbahn-Fachthemen gefunden werden. Dies soll unter anderem eine Hilfe beim Erstellen, Bearbeiten und Kategorisieren ihrer Fotos sein. Der Informationsgehalt dieses "Lexikons" reicht aber auch darüber hinaus.

Übersicht:

Informationen vorab
Lokomotiven
Triebzüge
Hochgeschwindigkeitszüge
S-Bahnen
Sonderzugfahrten
Bahnbildertreffen
Buchtipps
Übersicht Fotogenehmigungen
1x1 der Bahnfotografie
Bildbearbeitung
Aufbau UIC-Nummer (im Aufbau)
Datenbanken (im Aufbau)




⇑Informationen vorab

bahnbilder.de hat sich im laufe der Jahre ein gewisses Niveau geschaffen und das möchte man beibehalten. Daher werden alle hochgeladenen Bilder vor der Veröffentlichung von Moderatoren angeschaut und bei Mängeln zurückgestellt. Wie das im einzelnen funktioniert ist auch hier nachzulesen. Dazu gibt es Tipps zur Arbeit mit der Kamera und worauf man zu achten hat, Hinweise wie man mit der Bildnachbearbeitung die meisten Fehler korrigieren kann. Im Artikel 1x1 der Bahnfotografie von Anton Hofbauer und die Videostrecke auf YouTube (http://youtu.be/kruCW5oGuLo) werden zusätzlich Tipps und Tricks gegeben.

Inhalt:

1. Vorab Rechtliches
2. Das Bild
2.1 Mindestanforderungen
2.2 Warum Bildbearbeitung?
2.3 Auf was achten?
3. Bild hochladen
3.1 Bilder mit Mängeln werden abgelehnt
3.2 Status ändert sich nicht
4. Tipps und Tricks
4.1 Welche ISO-Empfindlichkeit?
4.2 Welche Belichtungszeit?
4.3 Welche Blende?
4.4 Programme (Motiv- und Kreativbereiche)
4.5 Weißabgleich
4.6 Bildstile
5. RAW oder JPEG?
5.1 HDR
6. Bildbearbeitung
7. Bildverwaltung


⇑1. Vorab Rechtliches

Obwohl bahnbilder.de eine kostenlose Plattform ist, besteht kein Recht auf Veröffentlichung, auch liegt die Verantwortung bei Verstößen gegen geltenes Recht bei jedem Fotografen selbst. Auch wenn jedes hochgeladene Bild kontrolliert wird, kann nicht immer der rechtliche Aspekt berücksichtigt werden. Verstöße gegen das Copyright, gegen das Hausrecht oder auch persönliche Rechte muss jeder Fotograf selber verantworten. bahnbilder.de wird diese, sofern sie dem Betreiber von bahnbilder.de gemeldet werden, sofort an den betreffenden Fotografen weiterreichen.

⇑2. Das Bild

Auf bahnbilder.de soll das zu veröffentlichende Bild einige Anforderungen erfüllen. Welche das sind und wie man diese erfüllen kann, soll nachfolgend erklärt werden. Hier finden sich einige Tipps und Tricks. Für den Anfänger lohnt sich auch ein Blick in die Fototipps (http://www.bah...fototipps.html), das 1x1 der Bahnfotografie oder die Videostrecke auf YouTube von Anton Hofbauer (http://youtu.be/kruCW5oGuLo).

⇑2.1 Mindestanforderungen

Die Fotos sollten scharf und gut belichtet sein, eine Mindestgröße von 800x640 Pixeln haben und nach gesundem Menschenverstand ansehnlich bzw. brauchbar betrachtbar sein. Die Bilder sollten auf öffentlich zugänglichem Gelände gemacht worden sein.

Doch wie sind diese Mindestanforderungen zu erfüllen? Grundvoraussetzung ist ein Bildbearbeitungsprogramm. Niemand ist in der Lage ein absolut gerades und durchweg perfekt belichtetes Bild vor Ort zu machen. Daher sollten die Bilder zu Hause am PC kontrolliert und ggf. bearbeitet werden bevor man sie der Öffentlichkeit zeigt. Doch welches Programm für wen das richtige ist, lässt sich pauschal nicht sagen. So können Anfänger sich schnell mit Photoshop bzw. Gimp anfreunden, andere finden sich nicht damit zurecht. Darum gibt es im Wiki eine kleine Übersicht zu Programmen zur Bildbearbeitung.

⇑2.2 Warum Bildbearbeitung?

Die Bahnfotografie ist eine technische und detailreiche Art der Fotografie. Wenn z.B. auf einer bekannten Strecke eine Ellok mit Zug zu sehen ist, aber die Oberleitung nicht dann ist das Bild nicht korrekt, es ist dann überbelichtet und muss bearbeitet werden. Niemand würde glauben das die Ellok mit angehobenen Pantographen ohne Oberleitung fährt. Es geht also auch um Glaubwürdigkeit des Motivs. Häuser die beinahe umfallen, Brücken die scheinbar umkippen, stürzende Linien (Verzerrungen) bei Aufnahmen mit Weitwinkel müssen korrigiert werden. Wenn man den Monitor drehen muss um sich ein Bild anschauen zu können, dann wirft das auf den Fotografen ein schlechtes Licht was auch nicht sein muss. Auch Profis bearbeiten grundsätzlich ihre Bilder damit sie so werden wie gewünscht.

Bilder also grundsätzlich vor dem hochladen mit einem Bildbearbeitungsprogramm kontrollieren. Ist das Bild überbelichtet? Ist es zu dunkel? Oder vielleicht sogar beides? Hat man eine schön von der Sonne beschienene Seite aber hinterher eine zu dunkle Front ("säuft" ab), kann man je nach Programm gezielt eingreifen. Kontrast, Weißabgleich, mit ein wenig Übung achtet man später darauf automatisch, es springt "ins Auge". Doch dazu bedarf es den Willen des Fotografen, sich die Zeit zu nehmen und sich eigene Mindestanforderungen beim fotografieren und bearbeiten anzueignen.

⇑2.3 Auf was achten?

Wie schon beschrieben sollten senkrechte Linien auch wirklich senkrecht sein und darum muss das Motiv gedreht werden, Verzerrungen aufgrund von Weitwinkelaufnahme entsprechend entzerrt werden. Bei Überbelichtung kontrollieren ob mit Hilfe der Bildbearbeitung noch reparabel, bei zu dunklen, "absaufenden" Stellen aufhellen. Störende Elemente, falls machbar wegschneiden (Spitze von Bahnsteigdach, kleine Ecke vom Bahnsteig, angeschnittene Signale und Masten am Rand oder ähnliches). Auch lässt sich minimale Unschärfe vor dem Skalieren korrigieren, hier aber mit Feingefühl arbeiten. Zu viel Schärfe lässt Kanten ausfransen, Schrift wird pixelig. Will man dann nachträglich diese Mängel reparieren wird das Endergebniss vollends unbrauchbar. Also immer vorsichtig korrigieren, Einstellungen immer Schritt für Schritt vornehmen und das Ergebniss in der Bildvorschau (falls verfügbar) ansehen.

Das ist am Anfang nervig, man möchte ja sein Bild so schnell wie möglich veröffentlichen, doch es lohnt sich. Nach der Lernphase wird man sehen wo es im Bild Mängel gibt und schon gezielt eingreifen. Man wird dann schon an der Strecke seine Einstellungen an der Kamera den Gegebenheiten ständig anpassen um Unter- oder Überbelichtung und Unschärfe zu vermeiden.

⇑3. Bild hochladen

Pro Tag können bis zu 6 Bilder auf bahnbilder.de hochgeladen werden, danach erscheinen sie in der Übersicht "Meine Bilder". Die maximale Kantenlänge (Höhe oder Breite) liegt bei 1200 Pixeln. Bilder, deren längere Kante 1200 oder weniger Pixel aufweisen, werden nach dem Upload nicht rekomprimiert und weisen daher keine Qualitätsverluste auf. Größere Bilder werden rekomprimiert.

Hat man den Bildern einen aussagekräftigen Text gegeben (Datum und Ort nicht vergessen!) und möglichst nicht mehr als 3 zutreffende Kategorien (mehr bitte nur bei wirklichem Bedarf) ausgewählt, ändert sich der Status auf Gelb. Das bedeutet ein Moderator kontrolliert das Bild in den nächsten Stunden. Geduld bitte: Die Moderatoren (Admins) machen das in ihrer Freizeit und werden nicht dafür bezahlt. Ist alles korrekt, wird das Bild freigeschaltet und kann von allen angeschaut werden.

⇑3.1 Bilder mit Mängeln werden abgelehnt

Niemand ist perfekt. Bilder die Mängel aufweisen können von den Moderatoren (Admins) zurückgestellt werden. So hat der Fotograf die Möglichkeit das Bild noch einmal zu kontrollieren und die Mängel zu beseitigen. Es können auch fehlende Angaben sein wie Datum und Ort oder auch zu viele Kategorien. Falls man Hilfe benötigt kann man ein abgelehntes Bild zur Diskussion stellen. Hier können sich dann alle dazu äußern. Doch Vorsicht: In der Diskussion kann es schon einmal rauh zugehen, insbesondere wenn Mängel offensichtlich sind. Darum immer zuerst selbstkritisch die aufgeführten Mängel mit dem Bild abgleichen. Fragt man dann auch richtig, wird man immer Hilfe bekommen und kann so von den Erfahrungen der anderen profitieren.

Bei der Menge an Bildern die jeden Tag zu kontrollieren sind, kann es passieren das versehentlich ein Bild, das den Kriterien entspricht, abgelehnt wird. Das ist aber keine Willkür, niemand wird bewusst benachteiligt. Hier das Bild in die Diskussion stellen und freundlich fragen ob man nicht doch etwas übersehen hat. Wenn die Nutzer ebenfalls für eine Freischaltung votieren, wird das Bild mit ziemlicher Sicherheit auch von den Moderatoren nachträglich freigeschaltet.

Grundsätzlich gilt: Freundlichkeit siegt. Wer ein abgelehntes Bild in die Diskussion stellt und gleich unhöflich alles in Frage stellt wird auf wenig Gegenliebe stoßen. Wie im realem Leben erreicht man nur etwas mit Freundlichkeit. Wer in seinen Beiträgen nur Großschreibung verwendet, wird das mit Schreien gleichgesetzt. Auch viele Ausrufezeichen tragen nicht zur Entspannung bei. Im Internet wird das Netiquette genannt (http://www.uni...z/netikett.htm).

Ein abgelehntes Bild sollte nicht länger als 14 Tage in der Diskussion bleiben, besonders wenn sich sehr viele Teilnehmer für eine Ablehnung entscheiden. Solche Bilder werden sich auch später nicht freischalten lassen. Dann lieber das Bild löschen, die Mängel beseitigen und neu versuchen. Das schont die Nerven und man kann sich später über ein gutes Bild freuen. Erhält man dann noch positive Kommentare wird die Arbeit noch doppelt belohnt und spornt an bei allen weiteren Bildern gleich vor dem hochladen auf Mängel zu achten. So kann man auch aus einer Ablehnung positives ziehen.

⇑3.2 Status ändert sich nicht

Wenn bei einer Ablehnung Mängel bei der Beschreibung oder bei den Kategorien angemerkt wurden und man hat diese beseitigt, dann sollte der Status des Bildes wieder Gelb werden. Es kann aber passieren das bei Kategorieänderungen dies nicht passiert. Hier hilft es wenn man den Beschreibungstext zum Bild noch einmal bearbeitet. Wenn dann die Änderungen gespeichert werden wird sich der Status auch ändern. In den wenigsten Fällen muss man länger warten, sollte das Bild auch nach längerem Warten nicht von den Moderatoren (Admins) kontrolliert werden, im Forum (http://www.bah...de/?name=forum) freundlich nachfragen. Hier ist das Bild in der Masse der täglichen Bilder versehentlich untergegangen.

⇑4. Tipps und Tricks

Es gibt viele Möglichkeiten, ein gutes Bild zu veröffentlichen. Das fängt bereits mit den richtigen Kameraeinstellungen an und endet mit der Bildnachbearbeitung. Auf alle Eventualitäten kann dieser Artikel natürlich nicht eingehen, er soll aber Hilfestellung sein um 'vor Ort' bereits die Grundlage zu schaffen das es nicht zu Ablehnungen kommt. Kompaktkameras, Bridgekameras und Spiegelreflexkameras haben alle unterschiedliche Möglichkeiten, doch stets ist der Fotograf derjenige welcher die Kamera bedient und das Bild macht. Ein sonniger Tag verlangt andere Einstellungen als ein bewölkter Himmel. Sich schnell bewegende Motive sind anders zu fotografieren als stehende.

⇑4.1 Welche ISO-Empfindlichkeit?

Grundsätzlich gilt: Je heller die Umgebung desto niedriger die ISO-Zahl und umgekehrt je dunkler desto höher die ISO-Einstellung. Wird also bei sonnigen wolkenlosen Tagen fotografiert, stellt man die Kamera auf niedrige ISO-Werte ein. Dadurch erhält man ein Bild mit geringen Bildrauschen und eine feine Körnung. Geht man am späten Nachmittag an die Strecke und das Licht lässt nach, muss man eventuell den ISO-Wert höher einstellen. Das ist jedoch abhängig von der Lichtempfindlichkeit des verwendeten Objektivs und eingebauten Sensors in der Kamera. Fotografiert man bei Nacht ist ebenfalls ein niedriger ISO-Wert einzustellen, dafür wird die Belichtungszeit verlängert. Doch dann sollte das Motiv sich nicht bewegen, es gibt dann Bewegungsunschärfe. Manchmal kann das auch erwünscht sein um Dynamik darzustellen. Generell sorgt die niedrigste ISO-Zahl für die beste Bildqualität, eine ISO-Zahl über 400 sollte man als Notfall betrachten (kann je nach Kameramodell variieren).

⇑4.2 Welche Belichtungszeit?

Eigentlich spricht man korrekterweise von der Verschlusszeit, die man an der Kamera über die Einstellung Tv (Blendenautomatik) vornehmen kann. Um Überbelichtung zu vermeiden sollte dieser Wert sehr hoch sein, z.B. 1/3000 bei sonnigen Tagen. Dieser Wert kann variieren und ist daher stets zu kontrollieren. Leider zeigen die Kameras nicht an ob ein Wert zu niedrig ist, also ob die Gefahr von Überbelichtung besteht. Darum immer vor Ort Kontrollbilder machen, diese lassen sich ja wieder löschen. Um keine Bewegungsunschärfe zu erhalten, sollte mit abnehmenden Licht der ISO-Wert erhöht werden. Als niedrigsten annehmbare Belichtungszeit von sich bewegenden Motiven hat sich 1/320 herausgestellt. Dieser Wert ist jedoch nicht starr, er kann bei hochwertigen Kameratypen und Objektiven auch niedriger sein.

Steht man dicht am Zug, so sollte man bedenken, dass sich ein Zug bei 100 km/h in einer Millisekunde bereits 2,7 cm bewegt. Das heißt, Bewegungsunschärfe wird bereits bei 1/1000 an der Loknummer sichtbar. Hier muss man geeignete Kompromisse finden in Abhängigkeit von Entfernung zum Zug und seiner Geschwindigkeit.

⇑4.3 Welche Blende?

An den meisten Kameras kann man auch mit der Zeitautomatik (Av) oder Blendenvorwahl arbeiten und überlässt die Belichtung der Kamera. Hierüber hat man recht viele Möglichkeiten zur Gestaltung des Bildes. Um eine bei Bahnbildern meist gewünschte hohe Tiefenschärfe zu erreichen, wird man mit geschlossener Blende arbeiten (z.B. F11). Auch hier gilt: Immer Kontrollbilder machen um Unschärfe zu vermeiden.

Blendenzahlen über F11 sollten vermieden werden, da Beugungseffekte dann deutlich sichtbar werden, Unschärfe und ein Grauschimmer legen sich über das Bild. Möchte man die bestmögliche Auflösung für die Kamera erreichen, so empfiehlt sich für eine Kamera im APC-C/DX-Format mit 12 Mpx Blende 8 (bei neuerdings in Mode gekommenen 24 Mpx wäre es nur noch 5,6). Kleinere Blenden sind für besondere Bildgestaltung zu empfehlen. Allerdings kann bei BB ein Bild mit 1024 px Seitenlänge gezeigt werden, für ausschließlich diesen Zweck, kann man beim Rohbild durchaus Kompromisse tolerieren, sofern die Bilder nachbearbeitet hochgeladen werden.

Die Schärfentiefe wird neben der Blende ganz deutlich von der Brennweite bestimmt, (unabhängig vom Verlängerungsfaktor/Chipgröße). Kompaktkameras haben also von Natur aus eine höhere Schärfentiefe als APS-C oder gar Kleinbildkameras, eine Blende 4 sollte kein Problem darstellen, ist aber oft gar nicht zu beeinflussen.

Einige Kameras bieten die Möglichkeit der Belichtungskorrektur (Av +/-). So kann z.B. bei einer Wolke die sich vor die Sonne schiebt noch manuell eingegriffen werden. Da überbelichtete Details nicht gerettet werden können, ist bei hohem Kontrast eine leichte Unterbelichtung von Vorteil, wenn eine Nachbearbeitung der Bilder gemacht wird.

⇑4.4 Programme (Motiv- und Kreativbereiche)

Die Motivfunktionen bieten Voreinstellungen mit denen sich bei guten Bedingungen recht ansehnliche Bilder erstellen lassen. Diese Programme können jedoch nur eine Krücke sein, da sie schon bei widrigen Umständen (Nachts, sehr schnelle Motive) nur noch rauschende oder unscharfe Bilder liefern. Die Kameras bieten Programme für Portrait, Landschaft, Nahaufnahme, Sport und anderes mehr. Beim fotografieren von sich bewegenden Motiven ist das Motivprogramm Sport erste Wahl. Hat man die Möglichkeit die Belichtungszeit zu ändern, sollte das entsprechend angepasst werden. Im allgemeinen arbeiten die Kameras jedoch vollautomatisch, man muss nur auf den Auslöser drücken. Oftmals wird dabei auch der Blitz ausgelöst was nicht gerne gesehen wird.

⇑4.5 Weißabgleich

Um Falschfarben zu vermeiden, ist der richtige Weißabgleich (WB) zu wählen. Ein Bild, das an einem sonnigen Tag aufgenommen wurde und sich durchgehend blau zeigt, wurde mit den falschen Werten fotografiert. Die meisten Kameras bieten Voreinstellungen. So kann man zwischen Tageslicht, Schatten, Wolkig, Dämmerung, Kunstlicht, Leuchtstoff und weiteren wählen. Etliche Kameratypen lassen auch einen manuellen Abgleich zu, doch dazu bedarf es einer speziellen Weißabgleichskarte.

Der Weißabgleich sorgt dafür das die Farben hinterher auch auf dem Bild korrekt wiedergegeben werden. Doch selbst der richtig gewählte Weißabgleich nützt nichts wenn in der Kamerasoftware falsche Einstellungen vorgenommen wurden. Hier besteht oft die Möglichkeit andere Farbräume als Voreinstellung zu wählen. Bewährt hat sich die Einstellung sRGB.

⇑4.6 Bildstile

Bei vielen Kameratypen lässt sich ein Bildstil vorwählen. So lassen je nach Motiv einige Voreinstellung wie Weißabgleich und Schärfe abrufen. Für den Fotografen sind dies nur Hilfsmittel, letztendlich muss er mit den richtigen Einstellungen das Motiv fotografieren.

⇑5. RAW oder JPEG?

Profifotografen werden sofort RAW sagen. Doch was ist das RAW überhaupt? Bis auf Kompaktkameras und einige Bridgekameras hat man die Möglichkeit die Bilder in Rohdatenformaten zu speichern, vergleichbar mit einem Bild das noch entwickelt werden muss. RAW bietet die größten Möglichkeiten um Bilder zu bearbeiten und später in einderes Format (z.B. JPG) zu exportieren. Da es sich um ein nichtkomprimierendes Format handelt, sind die Bilddateien abhängig von der Auflösung sehr groß und können über 12 MB Platz pro Bild beanspruchen. Wer mit Serienbildfunktion arbeitet, braucht also eine sehr schnelle Kamera. Einsteigerkameras bieten mit JPEG 2 bis 3 Bilder pro Sekunde, bei RAW ist es dann nur noch ein Bild. Rohdatenbilder sind dafür verlustfrei, da sie nicht von der Kamerasoftware umgewandelt werden. Am PC sind die Verluste gering, bei guter Software und guter CPU/GPU geht es auch recht schnell.

Lohnt sich für den Anfänger RAW? Wer mit der Fotografie anfängt sollte sich auch gleich in die RAW-Bearbeitung einarbeiten. JPEG hat zwar die kleineren Dateien, man hat mehr Platz auf der Speicherkarte, doch gibt es abhängig von der Kamerasoftware Verluste in der Bildqualität. Auch kann nicht jedes Bildbearbeitungsprogramm die unter 6. Bildbearbeitung genannten Anforderungen auf JPEG umsetzen. Ein späterer Umstieg von JPEG auf RAW bedeutet Umgewöhnung und lernen. Wer jahrelang mit JPEG gearbeitet, wird sich schwer tun. Daher lieber gleich mit RAW arbeiten, die Möglichkeiten sprechen für sich.

⇑5.1 HDR

Ein High Dynamic Range Image (HDR) ist ein Bild mit hohem Dynamikumfang. Es wird aus mehreren Bildern mit unterschiedlicher Belichtung (Unter- und Überbelichtung) erzeugt und besticht durch seine Detailreichhaltigkeit. Hier bietet sich das fotografieren im RAW-Format besonders an. Details bleiben in dunklen und hellen Bereichen erhalten, Kontraste treten stärker hervor. HDR bietet eine weitere Art der Bildbearbeitung, verlangt aber auch sehr viel Übung und die passenden Programme. Im Allgemeinen wird mit Stativ und sich nicht bewegenden Motiven gearbeitet, viele Landschaftsbilder sind so entstanden.

Verwendet werden 3 bis 5 Einzelbilder um mit passender Software wie Adobe Photoshop, Gimp oder Luminance HDR bearbeitet zu werden. Weitere Programme finden sich bei Wikipedia unter http://de.wiki...e#HDR-Software. Entscheidend ist jedoch das die Kamera die Belichtungseinstellungen in den EXIF-Daten korrekt speichert. Natürlich können auch mehr Einzelbilder verwendet werden, auch wurden schon Bilder mit nur einem Einzebild zu einem HDR-Bild gewandelt. Doch das ist schon höhere Kunst und stellt hohe Anforderungen an den Fotografen.

⇑6. Bildbearbeitung

Das Wichtigste neben dem Fotografieren ist die Bildnachbearbeitung. Damit lassen sich kleinere Fehler wie Bildneigung, Verzerrungen und Belichtungsmängel bearbeiten. Man wird kaum einen gestandenen Fotografen finden der seine Bilder nicht am PC kontrolliert und ggf. bearbeitet. Wer also noch keine entsprechende Software hat, kann sich im Internet umschauen oder im Wiki nachsehen, dort sind einige Programme vorgestellt (Bildbearbeitung).

Im Internet werden viele Programme angeboten, etliche sind Free- oder Shareware, einige kosten Geld. Doch nicht alle Programme bieten auch die gleiche Qualität. Es nützt nichts wenn man ein schiefes Bild gedreht hat und hinterher ist alles unscharf. Auch wenn es bei wirklich guten Programmen leichte Verluste gibt, fallen diese weniger auf als bei einfachen Programmen. Viele Programme bieten auch nur rudimentäre Funktionen ohne manuelle Eingriffsmöglichkeiten. Eine automatische 'Bildverbesserung' verschlimmert oftmals das Bild. Es gilt also Programme zu testen. Doch welche Möglichkeiten soll ein Programm bieten?

Die wichtigsten Funktionen sind Drehen, Entzerren, Schärfen, Zuschneiden und Skalieren. Dazu kommt Hell-/Dunkelbearbeitung, Kontrasteinstellung, Weißabgleich, Farbabgleich. Doch Vorsicht: Bei der Hell-/Dunkelbearbeitung bieten viele Programme nur eine einfache Helligkeitsregelung die sich auf das komplette Bild auswirkt und nicht auf den Bereich den man aufhellen oder abdunkeln möchte.

Wer sich an experimentelle Bildbearbeitung wagen möchte kommt an Photoshop oder Gimp nicht vorbei. Ersteres kostet zwar viel Geld, bietet dafür auch sehr viele Bearbeitungsmöglichkeiten. Gimp ist kostenlos und ist im Umfang mit Photoshop gleichzusetzen. Doch nicht jeder mag sich mit dem Bedienkonzept anfreunden, daher muss man es ausprobieren. Auch Gimp bietet eine vielzahl an Möglichkeiten ein Bild zu bearbeiten, dazu kommen reichlich Scripte die man aus dem Internet laden kann und in Gimp einbinden kann.

⇑7. Bildverwaltung

Neben der Bildbearbeitung ist die Bildverwaltung ein wichtiger Bestandteil des Fotografen. Doch über das Wie, Wo und mit welcher Software streiten die Fachleute. In einem sind sich alle einig: Einzelne Bilder muss man auch später ohne große Suche schnell wiederfinden. An dieser Stelle finden sich reichlich Programme die Bilder mit sogenannten Tags (Stichworten) versehen können und über die man dann die Bilder wieder finden kann. Doch wie Bilder finden die von einer Veranstaltung stammen oder von einer Reise? Diese möchte man doch gerne zusammengefasst einem Ereignis zuordnen und dann später genau über das Ereignis aufrufen. Auch hier gibt es reichlich Software. Eine Kombination aus beiden ist von Vorteil, auch sollte man Titel für ein Bild vergeben können. Viele Programme lesen die EXIF-Daten der Bilder aus und sortieren diese nach Datum ein. Andere Programme überlassen es dem Anwender wie er was speichern möchte. Ein großer Teil der Verwaltungsprogramme bieten auch Schnittstellen zur verwendeten Bildbearbeitung an, so kann man zum einen seine Bilder übersichtlich verwalten und mit einem Mausklick an die Bildbearbeitung senden.

Doch wo die Bilderflut speichern und vor allem wie? Da sich im Laufe der Zeit sehr viele Bilder ansammeln, empfiehlt sich eine externe Festplatte oder auch ein NAS-System. Diese lassen sich bei Nichtgebrauch vom PC trennen und abschalten. Externe Bilderdatenbanken werden auch angeboten, doch sind diese oft mit monatlichen Kosten verbunden.

Welche Dateistruktur sollte verwendet werden? Auch hier gibt es unterschiedliche Meinungen. Der Autor des Artikels verwendet ein Hauptverzeichniss auf das eine Verwaltungssoftware zugreift und neue Bilder automatisch einliest. Die Unterverzeichnisse sind nach Jahr und Kalenderwoche eingeteilt (z.B. 2012-19). Darin liegen dann die einzelnen Bilddateien. Wenn ein Bild bearbeitet wird es entsprechend dem Verzeichnissnamen plus einer laufenden Nummer abgespeichert (z.B. 2012-19-001.jpg). Mit dem Verwaltungsprogramm werden jedem Bild entsprechende Stichwörter und Titel vergeben. Wird ein Bild gesucht findet sich so das unbearbeitete Originalbild und die bearbeitete Version. Durch den Dateinamen findet sich dann auch der Speicherort. Eine andere Variante ist es, sich eine ähnliche Struktur anzulegen wie sie hier bei bahnbilder.de vorherrscht. Also Hauptverzeichniss "Land", Unterverzeichniss "Baureihe" und als weitere Unterteilung noch das Unterverzeichniss "Loknummer". Die Möglichkeiten sind vielfältig, doch eine logische Dateistruktur hilft gesuchte Bilder schnell und einfach zu finden.


Zusammenfassung

Wie in den letzen Abschnitten zu lesen war, gilt es viele Dinge zu beachten. Das sieht zu Beginn sehr viel aus, doch hier kann Entwarnung gegeben werden. Gerade Einstellungen an der Kamera gehen mit der Zeit in Fleisch und Blut über, man wird es fast automatisch machen. Das Kontrollbild vor Ort geschieht automatisch, daran denkt man nicht mehr bewusst. Doch es gehört auch eine Menge Selbstdisziplin dazu, es gehört auch der Mut dazu Fragen zu stellen. Niemand ist perfekt, niemand weiß alles. Wer sich die Hilfe zu Herzen nimmt, wird später keine Probleme haben mit zurückgestellten Bildern, wird auch auf anderen Portalen entsprechende Rückmeldungen erhalten. Wer fotografiert ist in einem ständig andauernden Lernprozess. Eine andere Kamera, ein anderes Objektiv, schon ändern sich gewohnte Einstellungen. Vielleicht andere Motive? Auch hier sind andere Vorraussetzungen, andere Kameraeinstellungen nötig.

Nichts ist abwechslungsreicher, ist spannender als mit der Kamera auf Motivsuche zu gehen mit dem Blick für das Ungewöhnliche, für das Detail. Und nein, man muss nicht das dicke Handbuch mitnehmen, man muss sich nur die Grundregeln merken. Der Rest kommt von alleine. Darum wird auch dieser Artikel ständig erweitert und den Gegebenheiten angepasst. Darum lohnt es sich, in unregelmäßigen Abständen einmal nachzuschauen. Wir hoffen ein wenig Hilfestellung geleistet zu haben und sind Vorschlägen und Kritik gegenüber offen.

Danksagung

Vielen Dank an Michael Edelmann, Kay Baldauf, Christian Blumenstein und allen anderen die mit Ihren Vorschlägen und Kritik zur Erstellung dieses Wikitextes (Stand 02.06.2012) beigetragen haben. Leider ist unser Bahnbilder.de-Wiki im Moment noch ein bisschen mager. Angemeldete User können aber gerne einen oder auch mehrere Einträge hinzufügen. Achten sie hierbei bitte auf eine sachliche und korrekte Formulierung sowie auf die Rechtschreibung. Bevor sie einen Eintrag verfassen sollten sie sich jedoch vergewissern, dass dieser noch nicht existiert. Gerne können sie ihrem Eintrag auch entsprechende Bilder hinzufügen. Vielen Dank im Voraus für ihre Mithilfe!



⇑Lokomotiven



⇑Triebzüge



⇑Hochgeschwindigkeitszüge




⇑S-Bahnen




⇑Allgemeines


⇑Sonderzugfahrten


⇑Termine




⇑Buchtipps



⇑Übersicht Fotogenehmigungen



⇑Fotogenehmigungen

(Deutschland, Frankreich und Großbritannien)

⇑Museen_und_Ausstellungen


⇑Modellbahnanlagen


Fotogenehmigungen seitens großer Modellbahnanlagen wie z.B. Hamburger Wunderland oder Loxx


⇑1x1 der Bahnfotografie


Dies soll eine kleine Anleitung für diejenigen die sich bildertechnisch weiterentwickeln wollen, sein. Dabei werden Tipps genannt die jeder umsetzen kann.


⇑Bildbearbeitung



In dieser Rubrik sollen Tipps zur Bildbearbeitung mit den gängigsten Bildbearbeitungsprogrammen unter Windows, Linux und Mac OS X gegeben werden. Grundsätzlich gilt: keine Angst vor dem neuen Programm und einfach alles ausprobieren. Auch muss gesagt werden das kein Programm perfekt ist, so wie es auch nicht den perfekten Fotografen gibt. Jedes Programm hat seine Stärken oder kann in Verbindung mit anderen Programmen gute bis sehr gute Ergebnisse liefern. Aber selbst das beste Programm ist nicht in der Lage massive Fehler im Bild zu korrigieren.


⇑Aufbau UIC-Nummer (im Aufbau)



Was ist die UIC-Nummer und warum ist sie so lang? Gibt es eine einheitliche Regelung und wie ist sie aufgebaut? Dieser Abschnitt soll einen kleinen Einblick geben wie die UIC-Nummer aufgebaut ist, die man an Loks seit vielen Jahren findet. Doch schauen wir uns so eine UIC-Nummer einmal an:

92 80 4185 001-9 D-SPENO

Die ersten beiden Ziffern stehen für die Art der Lokomotive. In dem Beispiel ist es eine Diesellokomotive ab 100 km/h. Die nächsten beiden Ziffern geben den Ländercode an, hier Deutschland. Dann folgt die vierstellige Baureihenziffer bzw. Gattungsnummer, welche national vergeben wird und sich von Staat zu Staat unterscheiden kann. die nächste dreistellige Ziffer ist die Ordnungsnummer. Hinter dem Bindestrich folgt die Prüfkennziffer. Dann kommt der ISO-Ländercode und das Halterkürzel. Hier eine Liste des Bauartcode nach UIC:

90: Dampflok, Hybridfahrzeug, Akkulok
91: Elektrolok mit mehr oder gleich 100 km/h Höchstgeschwindigkeit
92: Diesellok mit mehr oder gleich 100 km/h Höchstgeschwindigkeit
93: Elektrotriebwagen mit mehr oder gleich 190km/h Höchstgeschwindigkeit
94: Elektrotriebwagen mit weniger als 190km/h Höchstgeschwindigkeit
95: Dieseltriebwagen
96: Beiwagen (in Deutschland nicht in Gebrauch)
97: Elektrolok mit weniger als 100km/h Höchstgeschwindigkeit (Rangierlok)
98: Diesellok mit weniger als 100km/h Höchstgeschwindigkeit (Rangierlok)
99: Bahndienst-Fahrzeuge, Gleisbaumaschinen, Zweiwegefahrzeuge, Nebenfahrzeuge

Seit 2007 werden auch in Deutschland die NVR-Nummern entsprechend an die Loks geschrieben. Hier traten jedoch einige Probleme mit der Prüfkennziffer auf. Ein Beispiel: Nach altem Muster müsste 628 545-6 die NVR-Nummer 95 80 9628 545-6 D-DB sein. Doch 9628 ist dann ein Bahndienstfahrzeug. Also änderte man die Baureihenbezeichnung in 0628 ab. So stimmt dann auch die Prüfziffer wieder. Doch was ist jetzt richtig? Nimmt man es korrekt ist die vierstellige Baureihennummer nach UIC korrekt. So ist zwar ein 628 der DB AG auch weiterhin ein Dieseltriebwagen der Baureihe 628, doch korrekt ist es die Baureihe 0628 der DB AG.

Durch die bisherige Beschriftung als E 03 oder 103 hat man sich an die dreistellige Baureihenbezeichnung gewöhnt. Doch das kann zu Verwechslungen führen. Das bekannteste Beispiel ist hier der Talent 2 von Bombardier. Hier gibt es gleich 5 verschiedene Baureihennummern:

0442: Bombardier Talent 2 (Baureihe 442 der DB, Endwagen)
1442: Bombardier Talent 2 für die S-Bahn Halle/Leipzig
1443: Bombardier Talent 2 Mittelwagen der Baureihe 1442 für die S-Bahn Halle/Leipzig
2442: Bombardier Talent 2 für die SWEG und Baureihe 442 der DB mit Österreich-Zulassung
2443: Bombardier Talent 2 für die SWEG (Mittelwagen)

Wenn man sich wie bisher auf die dreistellige NVR-Nummer begrenzt kann auch bei der Baureihe 264 schnell ins Rudern kommen. Die gibt es zweimal: MaK 450C (Baureihe 3264) und Voith Maxima 40CC (Baureihe 1264). Bei der DB AG gibt es eine Baureihe 264 jedoch nicht, also ist die Angabe der vierstelligen Nummer korrekt und unterscheidet auch den Loktyp. Durch weglassen der ersten Ziffer kann also schnell aus einer Rangierlokomotive ein Elektrotriebzug oder anderes werden.

⇑Datenbanken (im Aufbau)



Im Internet finden sich viele Datenbanken die recht aktuell alles wissenswerte zu einer Lok bereithalten. Sei es Diesel- oder Elektrolok, Bahndienstfahrzeuge oder Bestandsdaten. Hier gibt es Übersicht über die wichtigsten Adressen.


Natürlich versuchen die Datenbanken so aktuell wie möglich zu sein. Hier sind sie auf freiwillige Angaben seitens der EVU oder anderen Quellen angewiesen. Dennoch kann man oftmals auch Tagesvermietungen finden und so die Informationen im Bildtext verarbeiten. Nur so können hier bei bahnbilder.de über die Suche brauchbare Informationen gefunden werden.
von Thomas Wendt am 14.06.2016, 10:18:38 | Druckansicht | | #