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Die zweiteilige "Muizeneus" (Mausnase), der zweiteilige Elektrotriebwagenzug Mat '46 – NS 273, am 29 April 2025 im Het Spoorwegmuseum (bis 2005 NSM - Nederlands Spoorwegmuseum / Niederländischen Eisenbahnmuseum) in Utrecht im Bahnhof Maliebaanstation. Ein sehr schönes Eisenbahnmuseum das zum Verweilen einlädt, leider fehlte uns dieses Mal die Zeit dafür. Übrigens das Gleis 2 (nebenan) ist noch ein aktives Bahngleis, hier fährt stündlich der Pendelzug (als RE) von Utrecht Centraal ein bzw. aus. Der ET Mat '46 – NS 273 (Typ ElD2) wurde 1952 von der Werkspoor N.V. in Utrecht für die NS - Nederlandse Spoorwegen (Niederländischen Staatsbahnen) gebaut und geliefert. Die elektrische Ausrüstung ist von Heemaf. Die NS-Baureihe Mat ’46 oder Materieel ’46 war eine Serie von 144 Elektrotriebzügen (davon 79 zweiteilige ELD2 und 65 vierteilige ELD4), die von der NS - Niederländischen Staatsbahnen ab 1948 eingesetzt wurde. Offiziell wurden diese Züge auch als Plan A, AB, B und C bezeichnet. Inoffiziell wurde auch die Bezeichnung „Mäusenase“ verwendet. Den Spitznamen Muizeneus verdanken sie den ab den 1960er Jahren bemalten gelben „Schnurrbart“. Die Mat ’46 blieben bis in die 1980er Jahre als Eil- und Schnellzug in Betrieb. Die Serie baute auf früheren stromlinienförmigen Typen auf, die ab 1936 in den Niederlanden in Gebrauch kamen. Diese Serien, mit denen die Mat '46 in mehreren Einheiten gekoppelt werden konnten, waren als Mat '35, Mat '36 und Mat '40 bekannt. Da im Zweiten Weltkrieg ein Großteil der niederländischen Eisenbahnausrüstung verloren ging, herrschte nach der Befreiung ein großer Mangel an Ausrüstung. Um diesen Mangel zu beheben und Ausrüstung für die weitere Elektrifizierung des Eisenbahnnetzes zur Verfügung zu haben, wurden neue Triebzüge angeschafft. Zwischen 1948 und 1952 wurden 65 vierteilige Züge (NS 641–705) und 79 zweiteilige Züge (NS 221–299) in Betrieb genommen. Technisch und auch optisch waren die Mat '46 dem Mat '36 fast gleich. Die Vier-Wagen-Garnituren bestanden aus zwei fest gekoppelten Zwei-Wagen-Garnituren mit je einem Steuerstand an beiden Enden der Zuggarnitur. Dieser war nach heutigen Maßstäben nicht besonders komfortabel. Die Steuerstandkabine war so eng, dass der Lokführer seinen Sitz (der einem Fahrradsattel ähnelte) hochklappen musste, bevor er seinen Platz verlassen konnte. Jeder Zwei-Wagen-Satz hatte ein Jacobs-Drehgestell, als ein gemeinsames Mitteldrehgestell. Die Vier-Wagen-Garnituren hatten somit zwei Jacobs-Drehgestelle. Dies führte zwar zu einer Gewichtsersparnis, hatte jedoch einen eher unruhigen Lauf zur Folge, da Querkräfte von einem Wagenkasten auf den anderen übertragen wurden. Ein Zwei-Wagen-Zug wog 89 Tonnen, ein Vier-Wagen-Zug wog 169 Tonnen. Die Leistung betrug 796 kW bzw. 1.592 kW. Zwar waren Geschwindigkeiten bis zu 140 km/h zulässig, im Normalfahrplan wurden jedoch 125 km/h meist nicht überschritten. Die elektrischen und pneumatischen Verbindungen in den automatischen Scharfenberg-Kupplungen ermöglichten den Betrieb der Garnituren in Mehrfachtraktion mit den Zuggarnituren Mat '35, Mat '36, und den später gelieferten Mat '54. Ursprünglich waren die Züge olivgrün mit roten Streifen (wie hier), ab den 1960er Jahren wurden sie dann grasgrün mit einem gelben „Schnurrbart“ auf der Nase. Der ursprüngliche Plan, alle Sets gelb zu streichen, wurde nie verwirklicht. Lediglich vier zeiteilige Züge (279, 281, 295 und 299), wurden ab etwa 1970 in der neuen NS-Hausfarbe gelb lackiert. Im Gegensatz zum „Hondekoppen“ (Mat ’54) waren die Züge nie mit einem zentralen Türverschuss ausgestattet, so mussten die Schaffner die Türen an jeder Station manuell schließen. Am 24. September 1983 fuhr der Zug 676 als Abschiedszug zwischen Haarlem und IJmuiden hin und her. Einen Tag später gehörten sowohl der Einsatz der Mat '46, als auch der Zugverkehr auf der Bahnstrecke Santpoort Noord – IJmuiden der Vergangenheit an. Nach der Stilllegung: Nachdem im September 1983 der letzte 46er aus dem regulären Personenverkehr verschwand, wurden noch drei Zwei-Wagen-Garnituren für Test- und Unterrichtsfahrten eingesetzt. Die Züge 279, 285 und 291 waren noch mehrere Jahre im niederländischen Eisenbahnnetz im Einsatz. Der gelbe Triebzug 279 hielt sogar bis 1990 durch und wurde 1992 endgültig verschrottet. Schließlich ist der Triebzug 273 der Einzige, der in der Sammlung des Niederländischen Eisenbahnmuseums in Utrecht erhalten geblieben ist. Dieser Triebzug wurde Mitte der 1990er Jahre restauriert, erhielt wieder seine ursprüngliche Farbgebung und wird heute für Sonderfahrten eingesetzt. Technik der zweiteiligen ET (ELD2): Die zweiteiligen Zuggarnituren sind 44,7 Meter lang und wiegen bei der Anlieferung 89 Tonnen. Ein Triebzug ist mit 4 Elektromotoren des Herstellers Heemaf vom Typ TM 711 (max. Leistung 199 kW (270 PS), 320 A, 1.380 U/min und Dauerleistung 155 kW, 250 A, 1,550 U/min) ausgestattet. Diese Leistung steht bei einer Stundenbelastung von 320 Ampere und einer Spannung von 675 Volt zur Verfügung. Insgesamt verfügt ein Triebzug über eine Leistung von 796 kW (1.080 PS). Die Aufhängung dieser Motoren entspricht der Aufhängung einer Straßenbahn. Der Fahrmotor ist einseitig gleitgelagert auf der Achse gelagert. Der Antrieb der Motorwelle erfolgt über ein Ritzel, dass das Zahnrad auf der Radsatzwelle antreibt. Der Zug ist für eine Geschwindigkeit von 140 km/h ausgelegt. Im normalen Zugbetrieb wurde eine Geschwindigkeit (Planmäßig) von 125 km/h gefahren. Der Zug verfügt über 24 Sitzplätze der zweiten Klasse und 80 Sitzplätze der dritten Klasse. Der Zug ist außerdem mit 21 Klappsitzen ausgestattet. Mit der Abschaffung der 3. Wagenklasse 1956 wurde aus der 2. Klasse die 1. Klasse und aus der 3. Klasse die 2. Klasse. Die Pressluft für die Druckluftbremse und verschiedene elektropneumatische Geräte wird von zwei Kompressoren, die sich unter dem Fahrgestell befinden, erzeugt. Sie liefern bis zu 280 Liter Luft pro Minute. Zur Stromversorgung des Steuerstroms und der Beleuchtung ist unter dem Wagen ein Motorgenerator von Heemaf vom Typ GM32/30 (Dauerleistung 10 kVA, 1500/100 V DC, bei 2.000 U/min), installiert. Dieser wandelt die 1.500 Volt Oberleitungsspannung in 100 Volt Spannung für den Steuerstrom und 145 Volt für die Beleuchtung um. Unter dem Wagen befinden sich die Schaltschränke und Relaiskästen. Auch Anfahrwiderstände, Fahrschalter und die Folgerolle finden unter dem Wagen Platz. Die Wagen sind mit je einem Scherenstromabnehmer von BBC über den Wagenkasten ausgestattet. Um zu verhindern, dass zu viel Strom durch den Zug fließt, wurde auf dem Dach des Zuges eine 1.000-Ampere-Sicherung angebracht. Die Bezeichnung der Triebzüge lautet ElD2. Die Achsfolge ist Bo'(2')Bo'. Technik der vierteiligen ET (ELD4): Die vierteiligen Zuggarnituren sind 87,8 Meter lang und wiegen bei der Anlieferung 169 Tonnen. Die Endwagen (mit Führerstand) haben jeweils eine Länge von 22,09 Metern und die Mittelwagen haben eine Länge von 20,69 Metern. Ein Triebzug ist mit 8 Elektromotoren des Herstellers Heemaf vom Typ TM 711 (max. Leistung 199 kW (270 PS), 320 A, 1.380 U/min und Dauerleistung 155 kW, 250 A, 1,550 U/min) ausgestattet. Insgesamt verfügt ein Triebzug über eine Leistung von 1.592 kW (2.160 PS). Die Aufhängung dieser Motoren entspricht der Aufhängung einer Straßenbahn. Der Fahrmotor ist einseitig gleitgelagert auf der Achse gelagert. Der Antrieb der Motorwelle erfolgt über ein Ritzel, dass das Zahnrad auf der Radsatzwelle antreibt. Der Zug ist für eine Geschwindigkeit von 140 km/h ausgelegt. Im normalen Zugbetrieb wurde eine Geschwindigkeit (Planmäßig) von 125 km/h gefahren. Der Zug verfügt über 42 Sitzplätze der zweiten Klasse und 168 Sitzplätze der dritten Klasse. Das Restaurant bietet zudem Platz für 11 Passagiere. Darüber hinaus ist der Zug mit 48 Klappsitzen ausgestattet. Mit der Abschaffung der 3. Wagenklasse 1956 wurde aus der 2. Klasse die 1. Klasse und aus der 3. Klasse die 2. Klasse. Jeder Endwagen (mit Führerstand) bildet mit einem Mittelwagen eine elektrische Einheit. Jede Einheit ist mit einer eigenen Batteriegruppe, einem Kompressor und einem Motorgenerator ausgestattet. Die beiden Kompressoren sind unter dem Fahrgestell untergebracht. Diese Luft wird für die Druckluftbremse und verschiedene elektropneumatische Geräte verwendet. Zur Stromversorgung des Steuerstroms und der Beleuchtung ist unter dem Wagen ein Motorgenerator von Heemaf vom Typ GM32/30 (Dauerleistung 10 kVA, 1500/100 V DC, bei 2.000 U/min), installiert. Dieser wandelt die 1.500 Volt Oberleitungsspannung in 100 Volt Spannung für den Steuerstrom und 145 Volt für die Beleuchtung um. Unter dem Wagen befinden sich die Schaltschränke und Relaiskästen. Auch Anfahrwiderstände, Fahrschalter und die Folgerolle finden unter dem Wagen Platz. Jeder Wagen ist mit je einem Scherenstromabnehmer von BBC über den Wagenkasten ausgestattet, Ein vierteiliger Triebzug hatte 4 Stromabnehmer. Normalerweise wurde der Stromabnehmer über dem Führerhaus verwendet. Die Stromabnehmer an den Mittelwagen dienten als Reserve. Um zu verhindern, dass zu viel Strom durch den Zug fließt, wurde auf dem Dach des Zuges eine 1.000-Ampere-Sicherung angebracht. Zwischen den Stromabnehmern verläuft die Hochspannungsleitung auf dem Dach. Die Bezeichnung der Triebzüge lautet ElD4, die Achsfolge ist Bo'(2')Bo' + Bo'(2')Bo'. TECHNISCHE DATEN: Gebaute Anzahl: 144 (davon 79 zweiteilige ELD2 und 65 vierteilige ELD4) Serie: ELD2 221-299 / ELD4 641-705 Hersteller: Werkspoor, Beijnes, Allan Baujahre: ab 1946 Ausmusterung: bis 1983 Spurweite: 1.435 mm Achsfolge: Bo'(2')Bo' / Bo'(2')Bo' + Bo'(2')Bo' Länge über Kupplung: 47.70 0 mm / 87.100 mm Leergewicht: 89 t / 169 t Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h (Im Plandienst 125 km/h) Kapazität: siehe Beschreibung oben, Motorentyp: 4 bzw. 8 Heemaf vom Typ TM-711 mit je 199 kW (270 PS) Leistung: 796 kW (1.080 PS) / 1.592 kW (2.160 PS). Übersetzung: 21 : 61 Stromsystem: 1,5 kV Gleichstrom Zusammensetzung: ELD2 bis 1956 BCDk + Ck, ab1956 ABDk + Bk / ELD4 bis 1956 CDk + C + B + Ck, ab1956 BDk + B + A + Bk Kupplung: Scharfenberg (to the image)

Frank Paukstat 31.8.2025 11:05
Hallo Armin,

wieder hast Du Dich selbst übertroffen was die Bildbeschreibung angeht. Schön ausführlich, so das ich sogar die Kategorie korrigieren konnte. Dazu noch ein feines Bild rundet das Lesevergnügen ab. Gerne mehr davon.

Viele Grüße, Frank

Armin Schwarz 31.8.2025 12:30
Hallo Frank,
Dankeschön!
Über Deinen positiven Kommentar habe ich mich sehr gefreut, es freut mich sehr das Dir Bild und Bildbeschreibung gefallen. Ich werde auch gerne mehr davon zeigen/einstellen, ich habe schon einige gespeichert.

Die Quellen der Bildbeschreibung waren nur auf Niederländisch, aber mit dem Google-Übersetzer ging es ganz gut, zudem ist das Siegerländerplatt verwand mit dem Niederländischen. Früher war das Fürstentum bzw. Grafschaft Nassau-Siegen mit dem niederländischen Königshaus (dem Haus Oranien-Nassau) verwand.

Viele Grüße
Armin

Frank Paukstat 2.9.2025 10:05
Hallo Armin,

ja, der Google Übersetzer oder DeepL als Browser-Addon leisten schon gute Dienste, um auch Webseiten in anderen Sprachen automatisch übersetzen zu lassen. Mit der Funktion vom Vivaldi habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht. Da geht es wirklich vorwärts.

Viele Grüße, Frank

Zwei Dieseltriebwagen vom Typ Jenbacher J3995 vorne der ÖBB 5047 087-1 (ÖBB BVT 5047 087-1) und dahinter der ÖBB 5047 085-5 „Stefanie“ (ÖBB BVT 5047 085-5) stehen am 04 April 2025 beim Bahnhof Linz Urfahr (auch als Mühlkreisbahnhof bekannt). Da seit Dezember 2015 die Verbindungsbahn zwischen den Bahnhöfen Linz Urfahr und Linz Hauptbahnhof außer Betrieb ist, wurde die Mühlkreisbahn zu einem Inselbetrieb. So ist ein Einsatzwechsel etc. der Triebwagen nur noch per Straßentransport möglich. Beide Triebwagen wurde 1993 von den Jenbacher Werken in Jenbach (Tirol) unter der Fabriknummer J3995-085 bzw. 087 gebaut. Die Reihe 5047 der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sind Dieseltriebwagen die im Regionalverkehr eingesetzt werden. Der Einsatz im Planverkehr begann 1987. Die Triebwagen wurden von den Jenbacher Werken gebaut. Die GySEV Raaberbahn und die Steiermarkbahn besitzen bzw. besaßen ebenfalls Triebwagen dieser Bauart. Geschichte: Von den ÖBB wurde 1983 ein Auftrag für sechs neue Dieseltriebwagen nach dem Vorbild der deutschen Baureihe 627 an die Jenbacher Werke vergeben. Das erste Fahrzeug wurde im Juli 1987 fertiggestellt und bei einer internationalen Pressefahrt nach Rosenburg am Kamp präsentiert. Nach erfolgreichem Einsatz auf den Strecken im niederösterreichischen Weinviertel, wo die sechs 5047er in einem rasch konzipierten „Sonderplan“ verwendet wurden, wurden für die ÖBB insgesamt 100 Triebwagen (mit geänderten Wandler-Getriebe) der Reihe 5047 und fünf Doppeltriebwagen-Garnituren der Reihe 5147 gebaut. Der Solo-5047 kostete damals 27 Mio. Schilling, ein Steuerwagen wäre mit 22 Mio. Schilling kaum günstiger gekommen. Daher kam für den 5147 die Lösung als Doppeltriebwagen in Form von zwei kurzgekuppelten Fahrzeugen zum Tragen. Diese beiden Fahrzeugtypen ersetzten die alten Reihen 5044, 5144, 5145, 5146 und 5081, die teilweise noch aus der Zwischenkriegszeit stammten, technisch veraltet und am Ende ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer angelangt waren. Im Gegensatz zu lokbespannten Zügen können die Triebwagen im Einmannbetrieb ohne Zugbegleiter (ÖBB-Bezeichnung „0:0“) gefahren und somit Personalkosten reduziert werden, da der Triebfahrzeugführer auch den Fahrscheinverkauf durchführen kann. Später wurden alle Fahrzeuge mit Fahrscheinautomaten ausgestattet, dies macht heute den Fahrscheinverkauf durch den Triebfahrzeugführer obsolet. Mit dem Einsatz dieser Fahrzeuge konnten die ÖBB auf zahlreichen Nebenstrecken eine Verbesserung des wirtschaftlichen Ergebnisses erzielen. Die Triebwagen 5047 001 bis 032 wurden ab Werk in elfenbein, ultramarinblau und blutorange lackiert, 033 bis 100 in achatgrau, ultramarinblau und verkehrsrot. Der Erfolg der Triebwagen veranlasste die beiden österreichischen Privatbahnen Steiermärkische Landesbahnen (heute Steiermarkbahn und Bus GmbH) und Raab-Ödenburg-Ebenfurter Eisenbahn (heute GYSEV Raaberbahn AG) ebenfalls zur Anschaffung von je zwei Fahrzeugen dieser Baureihe, die nach ÖBB-Regeln abgenommen wurden. Zum „Kilometerausgleich“ für den Einsatz von ÖBB-Fahrzeugen auf den Privatbahnen kommen diese Triebwagen auch auf ÖBB-Strecken zum Einsatz. Im Unterschied zu den ÖBB-Triebwagen haben die Privatbahnfahrzeuge Rollbandanzeigen an den Fronten. Weiters beschaffte die NVAG (heute Norddeutsche Eisenbahngesellschaft Niebüll) einen Triebwagen, welcher auf der Strecke Niebüll – Dagebüll im Einsatz steht. Dieser hat eine andere Inneneinrichtung mit erster und zweiter Klasse. Technik: Die gesamte Antriebsanlage unterflur angeordnet. Seine Kraft erzeugt der Dieseltriebwagen Reihe 5047 aus einem 12-Zylinder-V-Motor mit Abgasturbolader und Ladeluftkühlung vom Typ MTU 12V183TC12 (Mercedes-Benz OM444LA) mit 21,93 l Hubraum und einer Leistung von 419kW (570PS). Derselbe Motor ist auch in den Triebwagen DB-Baureihe 628.2 eingebaut. Die Kraftübertragung geschieht über ein Turbogetriebe mit zwei Drehmomentwandlern System Föttinger sowie einer Hydrodynamischen Bremse. Um die Kühlleistung des Getriebeöles zu erhöhen, wird bei der Betätigung der Hydrobremse die Motordrehzahl erhöht. Angetrieben wird das Drehgestell auf der dem Mehrzweckraum abgewandten Seite. Dieses Drehgestell nimmt auch die Magneten für die Indusi bzw. in neuerer Zeit der PZB auf. Am Laufdrehgestell unter dem Mehrzweckraum ist die Magnetschienenbremse befestigt. TECHNISCHE DATEN: Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Achsformel: 2'B' Länge über Puffer: 25.420 mm Drehzapfenabstände: 16.600 mm Achsabstand im Drehgestell: 2.000 mm Treib- und Laufraddurchmesser: 840 mm (neu) Eigengewicht: 45 t Motor: wassergekühlter V12-Zylinder Daimler-Benz Unterflur-Dieselmotor mit Abgasturbolader und Ladeluftkühlung vom Typ DB OM 444 LA bzw. MTU 12V183TC12 (der Motor war eine Entwicklung von MB wurde aber von MTU hergestellt). Motorhubraum: 21,93 Liter Motorleistung: 419kW (570PS) Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h Leistungsübertragung: dieselhydraulisch (Turbogetriebe) Sitzplätze: 68 (in der 2. Klasse) (to the image)

Frank Paukstat 10.8.2025 10:10
Hallo Armin,
ein schönes Porträt des "Popscherl" der ÖBB und Steiermarkbahn. Wieder sehr ausführlich und eine echte Bereicherung. Gerne mehr!

Viele Grüße, Frank

Armin Schwarz 10.8.2025 13:20
Hallo Frank,
danke für Deinen netten und positiven Kommentar, es freut mich sehr, dass es Dir gefällt. Ich werde gerne weiter solche Porträts mit Beschreibung einstellen.

Aber wer hat den VT´s den Namen "Popscherl" gegeben? Bei meinen Rescheren ist mir der Namen "Popscherl" nur hier bei BB aufgefallen. Popscherl hört sich ja bei uns nicht schlecht an, aber es ist der österreichische Begriff für Popo, Hintern oder Gesäß. Eine Ähnlichkeit damit konnte ich nicht erkennen.

Liebe Grüße
Armin

NEUHEIT - Die neusten Güterwagen DB Cargo AG Recht neuer vierachsiger Drehgestell-Güterwagen (Tragwagen) 31 80 9300 189-5 D-DB der Gattung Uas 224.2 der DB Cargo AG am 04 Juli 2025 im Zugverband eines Übergabegüterzuges vom KSW Rbf Herdorf (Betriebsstätte Freien Grunder Eisenbahn - NE 447), nun auf den Weg via Betzdorf/Sieg nach Kreuztal. Der Wagen (m² Wagen 45ft) ist hier beladen mit zwei Coil-Behältern (20-Fuß-Container), welche bis zu 3 Blech-Coils mit einem Gesamtgewicht bis zu 30 t aufnehmen kann. TECHNISCHE DATEN Wagen (laut Anschriften): Gattung: Uas 224.2 Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Länge über Puffer: 15.220 mm Drehzapfenabstand: 9.680 mm Radsatzstand in den Drehgestellen: 1.800 mm Eigengewicht: 18.200 kg Max. Zuladung: 71,8 t (ab Streckenklasse D) Max. Geschwindigkeit: 100 km/h (beladen) / 120 km/h (leer) Kleinster Gleisbogenhalbmesser: 75 m Bauart der Bremse: KE-GP-A (K) Bremssohle: Cosit 810 Handbremse: Ja (an einem Drehgestell) Intern. Verwendungsfähigkeit: TEN-GE Der multifunktionale und modulare Güterwagen m² ist eine neue und innovative Technologie für den Güterwagen der Zukunft. Das Konzept wurde in Zusammenarbeit von DB Cargo und VTG entwickelt. Die heutigen Güterwagenflotten sind geprägt durch eine große Diversifizierung des Wagenparks, mit vielen unterschiedlichen Bauarten und mangelnder Flexibilität hinsichtlich des Einsatzes und der Verwendung. So werden Wagen für den Transport bestimmter Güter für einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten beschafft und es besteht im Lebenszyklus keine Möglichkeit, den Einsatzzweck zu verändern. Die ausgeprägte Spezialisierung der heutigen Güterwagenbeschaffung führt zu einem erhöhten Risiko von Fehlinvestitionen über den langen Lebenszyklus der Fahrzeuge. Der m²-Güterwagen basiert auf einem Untergestell als variable Plattform mit veränderbarer Länge. Darauf können die verschiedensten Behälter zum Transport unterschiedlicher Güter montiert werden. Dieses innovative Konzept eines multifunktionalen und modularen Güterwagens ermöglicht eine flexible Nutzung durch Kombination aus wirtschaftlichem Baukastenprinzip (modular) und einer vielseitig einsetzbaren Verwendung (multifunktional). Die Zulassung eines Güterwagens als komplettes und flexibles System ist ein echter Meilenstein. Merkmale: ▪ modularer Tragwagen zum Transport von kundenindividuellen Behältern ▪ Zulassung als Güterwagensystem seit 31.05.2021 vorliegend ▪ Anpassung wesentlicher Wageneigenschaften im Lebenszyklus ohne erneute Zulassung möglich ▪ Wagen ist an sich ändernde Marktanforderungen durch Modularität flexibel anpassbar ▪ Längen des Tragwagens im Lebenszyklus veränderbar ▪ Behälter sowie Aufbauten tauschbar und Kopplungsmöglichkeiten mit Wagen gegeben ▪ Uneingeschränkte EV-Fähigkeit des Tragwagens Persönliche Anmerkung: Eine solcher mit 2 Coilbehälter ist um ca. 3 m länger als z.B. ein Coilwagen der Gattung Shimmns, aber dafür haben die Behälter, mit den Gabelstaplertaschen und den Containereckbeschlägen, vielfältige Umschlags- und Lagermöglichkeiten. Aber alles Neue ist nicht gleich besser, denn wenn man (wie hier) Stahl-Coils transportiert, dann ist eine Ausladung der Wagen sehr schwierig. Haben die Coils jeweils ein Gewicht von 20 – 22 t, dann passen auf eine solchen Wagen nur 2 Coils (einer pro Behälter), hingegen auf einen Shimmns-Wagen passen dann 3 Coils. So könnte ich mir vorstellen, das ein einzelner 40 oder 45 Fuß-Coil-Behältern für den Bahntransport effektiver sind. Die Coil-Behälter: Hersteller: Wecon GmbH Hersteller der Plane: Schleswiger Tauwerkfabrik Oellerking GmbH & Co. KG Ausstattungsmerkmale sind: − Leichtgängige Plane mit Antikondensatiosvlies − Schnee- und Nässeschutz durch Gummilippe, Bürste und Regenrinne − Ladungssicherung über Klaviatursicherung − Planenfesttellbremse und Gitterroste zur Maximierung der Arbeitssicherheit − Gabelstaplertaschen und Containereckbeschläge für vielfältige Umschlagsmöglichkeite Dimensionen der Mulden: Mulde 1 für Ø 780 bis 1.650 mm, mit max. 17 t Mulde 2 für Ø 780 bis 2.100 mm, mit max. 30 t Mulde 3 für Ø 780 bis 1.650 mm, mit max. 17 t Die max. Ladebreite beträgt jeweils 2.240 mm, die max. Zuladung eines Containers beträgt mit 30 t. Containermaße (außen): Länge: 6.058 mm (20 ft.) Breite: 2.438 mm Höhe: 2.591 mm Leergewicht: 4,5 t Zuladung: 30 t (to the image)

Stefan Wohlfahrt 1.8.2025 13:39
Hallo Armin,
Güterwagen, die sich der Ladung anpassen - dass ist natürlich wirklich eine Innovation.
einen lieben Gruss
Stefan

Armin Schwarz 2.8.2025 16:10
Hallo Stefan,
ja dass sehe ich auch so. Der Wagen kann auch, für andere Einsatzzwecke, relativ schnell verkürzt oder verlängert werden.

Persönliche Anmerkung: Für schwere Stahlcoils, hätte ich hier eher einen 40´Behälter mit 6 bis 7 Mulden verwendet, damit könnte man die Wagen besser ausladen. Einen Umschlag der Behälter mittels Gabelstapler ist nicht so wichtig und auch nicht gängig.

Bei Coils aus Aluminium sieht es natürlich anders aus, da diese nur 1/3 wiegen.

Liebe Grüße
Armin

Nun hat der ganze lange Coilzug den KSW-Rangierbahnhof (Betriebsstätte FGE - Freien Grunder Eisenbahn) in Herdorf am 25 Juli 2025 erreicht. Hier am Zugschluss die nachschiebende an die KSW vermietete 272 408-6 / D20 der Bentheimer Eisenbahn AG (92 80 1272 408-6 D-BE), ex Rurtalbahn V 203 (92 80 1272 408-6 D-RTBC), eine Vossloh G 2000BB (mit symmetrischem Führerhaus). Vorne (ganz hinten rechts im Bild) die KSW 44 (92 80 1271 004-4 D-KSW) eine MaK G 1000 BB. Rechts die DB-Strecke KBS 462 „Hellertalbahn“. Für die Talbahn (Freien Grunder Eisenbahn) zum Pfannenberg ist der Zug einfach zu lang, so wird er hier geteilt und die KSW 44 zieht später 9 oder 10 Wagen weiter zum Pfannenberg. Wobei für die Spitzkehre Pfannenberg ist dann dieser Zug auch nach zu lang und er wird in Neunkirchen-Salchendorf nochmals geteilt. (to the image)

Frank Paukstat 27.7.2025 9:37
Hallo Armin,
ein ganz schön aufwendiges Manöver um den Coil-Zug an sein Ziel zu bringen. Das scheint sich wirtschaftlich zu lohnen bei dem Einsatz von zwei recht großen Dieselloks und zweifachen teilen des Zugs. Sonst scheint man das wohl nicht regelmäßig zu machen. Als Eisenbahnfreund kommen dafür schöne Bilder zustande, danke!

Viele Grüße, Frank

Armin Schwarz 27.7.2025 12:05
Hallo Frank,
danke für Deinen Kommentar.
Ja, es ist ein aufwendiges Manöver um die Coil-Züge die letzten ca. 5 km zum Ziel zu bringen. Zumal auf den letzten Metern noch die Spitzkehre Pfannenberg folgt.

Es wird sich wohl wirtschaftlich lohnen, denn die KSW (früher die Siegener Kreisbahn) machen dies schon seit Jahrzehnten, an jeden Werktag (Mo. – Fr.). Wobei die in Herdorf ankommenden Züge die letzten Jahre immer länger wurden, bzw. die tägliche Tonnage immer höher wurden. Man muss aber auch wissen auf einen LKW passt meinst nur ein Coil ansonsten wäre er überladen, auf einen Coilwagen passen 3 bzw. bei sechsachsigen 4 Coils.

Die KSW befördert die Coils aber nicht hier nur auf den letzten Metern, sondern holt diese auch im Ruhrgebiet ab. Durch die Zunahme der Verkehre wie aus Umweltaspekte hat die KSW nun auch eine Siemens Vectron Dual Mode bestellt (Lieferung ca. 2027). Sie wird dann die erste Lok der KSW sein die mit elektrischem Antrieb fahren kann. So gehe ich davon aus das sich es wirtschaftlich lohnt.

Liebe Grüße und Dir auch einen schönen Sonntag
Armin

Frank Paukstat 28.7.2025 9:07
Hallo Armin,

wenn die KSW das schon seit Jahrzehnten machen, was ich nicht wusste, scheint sich das tatsächlich zu lohnen. Und wenn die Tonnage kontinuierlich steigt ist das nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch wertvoll. Du schreibst ja zurecht das auf einen LKW nur ein Coil passt, auf neueren Coilwagen für die Bahn sogar 4 Stück. Und da stets gefordert wird Güter auf die Schiene zu bringen, scheint das bei der KSW bestens zu klappen. Nun auch noch ein Vectron Dual Mode, das ist eine Investition in die Zukunft. Da bleibt nichts anderes übrig der KSW alles beste für die Zukunft zu wünschen (und für mehr Bilder von der Strecke bzw den Strecken :-) ).

Viele Grüße und einen schönen Wochenanfang, Frank

Leider ein tristes Dasein: Die E 168 Malletdampflok BBn4vt der Brohltal Eisenbahn, ex E 168 der portugiesischen Staatsbahn CP, abgestellt im Bahnhof Brohl (BE), am 18.08.2011. Die Lok ist Baujahr 1908 von Henschel & Sohn, Kassel unter der Fabrik-Nr. 8915. (to the image)

Olli 20.3.2025 0:10
Hallo Armin, eigentlich sieht das ja nach Pflege aus mit dem neuen Blech...
Gruß, Olli

Armin Schwarz 30.3.2025 14:50
Hallo Olli,
ja, damit es dort nicht reinregnet😉
Liebe Grüße
Armin

Gleich zweimal die 332 901-8 der RE (Rheinische Eisenbahn GmbH) eine Tochtergesellschaft der Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mbH (EVG), ex RAR V 240.01 „Kamila“, ex DB 332 901-8, ex DB Köf 11 063, ist am 26 Dezember 2024 in Scheuerfeld/Sieg abgestellt. Die Köf 11 063 wurde 1964 von Lokomotiv- und Maschinenfabrik Gmeinder & Co. in Mosbach unter der Fabriknummer 5304 gebaut und als Köf 11 063 an die Deutsche Bundesbahn geliefert, zum 01.01.1968 erfolgte die Umzeichnung in DB 332 901-8. Die Ausmusterung bei der DB erfolgte 1999, im Jahre 2003 ging sie dann an die RAR (Rent-a-Rail Eisenbahn-Service AG) in Ellwangen dort wurde sie als V 240.01 „Kamila“ bezeichnet. 2005 kam sie dann zur RE (Rheinische Eisenbahn GmbH) in Linz, diese ist eine Tochtergesellschaft der Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mbH (EVG), dort wird sie nun wieder als 332 901-8 bezeichnet. Die Lok hat seit 2007 die NVR-Nummer 98 80 3332 901-8 D-EVG. TECHNISCHE DATEN: Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Achsfolge: B Länge über Puffer: 7.830 mm Achsabstand: 2.800 mm Dienstmasse (2/3 Vorräte): 22 t Dieselkraftstoff: 300 l Motor: 8-Zylinder-MWM-Dieselmotor RHS 518 A Leistung: 177 kW (240 PS) Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h Anfahrzugkraft: 83,4 kN (to the image)

Stefan Wohlfahrt 28.12.2024 8:11
Hallo Armin,
ein schönes Spiegel-Bild der kleinen Lok.
einen lieben Gruss
Stefan

Armin Schwarz 28.12.2024 17:53
Hallo Stefan,
danke für Deinen Kommentar, es freut mich sehr, dass es Dir gefällt.
Endlich hatte ich bei passendem Wetter, wieder mal ein Motiv vor der Linse.
Liebe Grüße
Armin

Stefan Wohlfahrt 28.12.2024 18:37
Hallo Armin,
das freut mich. Hierzulande mangelt es zur Zeit sowohl an Motiven, wie auch an passendem Wetter, so dass ich mir eine kleine Pause gönne.
einen lieben Gruss
Stefan

Ein fast fabrikneuer SIEMENS XLoad-Vectron, gerade mal 4 Wochen alt. Die an die SBB Cargo International AG vermietete 193 539 mit XLoad "Duomo Milano" (91 80 6193 549-3 D-SIEAG) der SüdLeasing GmbH, Stuttgart (eingestellt in Deutschland durch Siemens) fährt am 29.10.2024 mit einem KLV-Zug, durch Kirchen (Sieg) in Richtung Siegen. Die Multisystemlokomotive Siemens Vectron MS wurde 2024 von Siemens Mobilitiy in München-Allach unter der Fabriknummer 23595 gebaut und am 25.09.2024 ausgeliefert. Sie wurde in der Variante A40-1a ausgeführt und hat so die Zulassung für Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien, die Niederlande und Belgien (D / A / CH / I / NL / B). Sie verfügt über eine Leistung von 6,4 MW (160 km/h) und ist neben den nationalen Zugsicherungssystemen mit dem Europäischen Zugsicherungssystem (ETCS BL3) ausgestattet. Zudem ist sie mit der neuen Ausrüstungspaket XLoad ausgestattet. Das neue XLoad Ausrüstungspaket für Vectron: XLoad ist ein Ausrüstungspaket für Vectron, welches künftig mitbestellt, aber auch bei bereits ausgelieferten Vectron Loks nachgerüstet werden kann. Das Feature verbessert die Reibwertausnutzung und ermöglicht dadurch höhere Anhängelasten. Zudem reduzieren die Fahreigenschaften, die das Feature bewirken, den Verschleiß von Rad und Schiene. Aktuell sind die Schweizer Vectron-Lokomotiven (SBB Cargo und BLS Cargo) in der Regel in Doppeltraktion unterwegs. Die Steigungen und Rampen der Schweizer Berge sind vor allem bei schlechten Witterungsbedingungen nicht ohne. Eine Lokomotive muss auch bei geringerem Schlupf genügend Traktion auf die Schienen bringen, um alle Güter sicher und zuverlässig ans Ziel zu bringen. Ein effizienter Weg aus dieser «Misere» ist die für Vectron entwickelte Zusatz-Funktion «XLoad». Den erfolgreichen Beweis trat eine SIEMENS Testlokomotive im Frühjahr 2022 bei der SBB Cargo International und bei der BLS Cargo eindrücklich an. Für SBB Cargo International bewies die Test-Lokomotive am Bözberg und für BLS Cargo an der Nordrampe des Lötschbergs ihre enorme Zugkraft. Vectron meisterte im Frühjahr 2022 die lange 12‰-Steigung des Bözbergs mit einer Anhängerlast von 2.000 Tonnen bravourös. Bei den nächtlichen Testfahrten zeigte sich eindrücklich die enorme Zugkraft der Lokomotive. Am Lötschberg wurden bei der BLS Cargo steigungsmäßig noch ein paar Promille draufgepackt. Mit 1.020 Tonnen im Gepäck bewältigte die Vectron-Lokomotive mit XLoad-Feature die 27‰-Steigung der Nordrampe ebenfalls meisterlich. Und auch diverse Anfahrtsversuche absolvierte der mit dem XLoad-Feature aufgerüstete Vectron problemlos. So bestellte die SüdLeasing GmbH (Stuttgart) im Auftrag der SBB Cargo International jüngst 20 Vectron Lokomotiven mit XLoad bei SIEMENS. (to the image)

Karl Heinz Ferk 1.11.2024 6:15
Feines Bild ! GLG KH

Armin Schwarz 1.11.2024 11:22
Dankeschön, Karl Heinz.
Liebe Grüße
Armin

Die DEW 7 (Lok 7 der Deutschen Edelstahlwerke GmbH), zuvor Edelstahlwerke Südwestfalen, rangiert am 05 September 2023 mit vierachsigen Drehgestellflachwagen am Haken, vom Anschlussgleis zurück aufs Werksgelände in Siegen-Geisweid. Die Lok ist eine MaK G 1203 BB und wurde1986 unter der Fabriknummer 1000808 in Kiel gebaut und an die Krupp Stahl AG, Werk Siegen-Geisweid, geliefert. Die Lokomotive MaK G 1203 BB ist eine dieselhydraulische Lokomotive, die von der Maschinenbau Kiel (MaK) gebaut wurde, die Achsfolge ist B’B’. Sie erreicht eine maximale Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h. Eingebaut wurden Motoren von MTU (745 kW) und für sechs Exporte nach Gabun mit amerikanischen Cummins-Motoren (761 kW). Die MaK G 1203 BB wurde zwischen 1982 und 1991 in 25 Exemplaren gebaut. Sie gingen an 14 verschiedene Eisenbahnbetreiber in Deutschland. Eine Lok ging nach Schweden und sechs nach Gabun. Im Deutschen Fahrzeugeinstellungsregister wurde für diese Bauart die Baureihennummer 98 80 0273 vergeben. Ab 1978 wurden im dritten Typenprogramm zwei verschiedene vierachsige Loks angeboten. Die leistungsschwächere erhielt die Bezeichnung G 1201 BB. Sie setzte sich nicht so recht durch und wurde nur einmal gebaut. Als ab 1981 die leistungsstärkeren Motoren der Reihe 396 zur Verfügung standen, änderte man die Typenbezeichnung in G 1203 BB. Äußerlich kann man diese beiden Typen an ihrem Lüftungsgitter an der Vorderseite der langen Haube erkennen. TECHNISCHE DATEN: Spurweite: 1.435 mm (Normalspur) Achsfolge: B´B´ Länge über Puffer 12.500 mm Drehzapfenabstand: 5.800 mm Achsabstand im Drehgestell: 2.400 mm Treibraddurchmesser: 1.000 mm (neu) größte Breite: 3.100 mm größte Höhe über Schienenoberkante: 4.220 mm kleinster befahrbarer Gleisbogen: 60 m Dienstgewicht: 88 t Kraftstoffvorrat: 2.500 l Motor : MTU, Typ 8V 396 TC 13, ein V8-Zylinder-Dieselmotor mit Abgasturbolader und Ladeluftkühlung, Leistung: 745 kW (1.012 PS) Drehzahl: 1.800 U/min Getriebe: Voith, Typ L4r4zU2 Die Deutschen Edelstahlwerke sind die deutsche Produktionsgesellschaft der Swiss Steel Group mit Hauptsitz in Luzern, Schweiz, einem der weltweit führenden Produzenten von Spezialstahl-Langprodukten. Dank des ausschließlichen Einsatzes von Stahlschrott in Elektrolichtbogenöfen zählt die Gruppe zu den europaweit relevantesten Unternehmen in der Kreislaufwirtschaft und ist im Bereich nachhaltig produziertem Stahl – Green Steel – unter den Marktführern. Swiss Steel Group verfügt über eigene Produktions- und Distributionsgesellschaften in über 30 Ländern. Die Eckdaten der Geisweider Eisenwerke (heute Teil der Deutschen Edelstahlwerke) : 1845: Gründung des Stahlwerks durch J.H. Dresler als Eisen- und Walzwerk 1872: Errichtung von Hochofen 1 1879: Umbennung in "Geisweider Eisenwerke AG" 1889: Inbetriebnahme des ersten Siemens-Martin-Stahlwerks 1902: Errichtung von Hochofen 2 (mit der noch existierenden Gießhalle) Ende 1. Weltkrieg: Stillegung beider Öfen (mehrjährige Pause wegen Weltwirtschaftskriese und Quotenvorgaben für Stahlunternehmen) 1920: Aufkauf durch Thyssen und Klöckner, anschließend Teil der Vereinigten Stahlwerke AG, dem zweitgrößten Stahlproduzenten weltweit 1938: Hochofen 2 wird renoviert und modernisiert und geht wieder in Betrieb, Stillstand am Ende des 2. Weltkriegs 1948: der verbliebene Hochofen geht wieder in Betrieb 1951: auf Annordnung der Alliierten Hohen Kommission erfolgte die Zerschlagung der VESTAG und Geisweid Teil der Stahlwerke Südwestfalen AG im Verbund mit dem Stahlwerk Hagen (vorm. Eicken), den Stahlwerken Brünninghaus und der FriedrichThomée AG aus Werdohl 1972: 100 Jahre Hochofenbetrieb in Geisweid, 70 Jahre Hochofen 2 1974: Übernahme durch Krupp (Krupp Edelstahlprofile) 1978: Installierung eines 140 t Elektrolichtbogenofen (der größte in Deutschland) 1979/1981: Stillegung/Abbruch des Hochofens 2, es war der letzte Siegerländer Hochofen 2004: das Geisweider Werk geht an die Deutschen Edelstahlwerke in der Schmolz&Bickenbach-Gruppe zur Swiss Steel Group gehörend, wieder unter dem Namen Deutsche Edelstahlwerke Specialty Steel. Das Stahlwerk in Siegen-Geisweid betreibt einen 140 t Elektrolichtbogenofen und eine 6-adrige Stranggießanlage, um Edelstahl-Knüppel für das eigene Stabstahlwalzwerk und die Drahtstraße in Hagen herzustellen. Der Edelstahl wird aus Schrott hergestellt. Von einstmals rund 7.000 Arbeitsplätzen sind heute noch rund 1.100 verblieben. (to the image)

Frank Paukstat 7.9.2024 8:35
Hallo Armin,

feines Foto von dem Stahlzug der DEW und wie bekannt ein schön ausführlicher Bildtext zum Werk und der Lok, den man sich ruhig durchlesen kann. Vielen Dank.

Viele Grüße, Frank

De Rond Hans und Jeanny 10.9.2024 10:16
Hallo Armin,
mir gefällt dieses Bild vom Rangierbahnhof in Siegen Geisweid,
mit dem Güterzug und Güterwagen auch sehr gut.
Liebe Grüß
Hans

Armin Schwarz 10.9.2024 15:57
Hallo Frank und Hans,
danke für Eure netten und positiven Kommentare über die ich mich sehr gefreut habe,
Liebe Grüße
Armin

Zweiachsiger gedeckter Güterwagen als DB Bfwg 65 279-2 Bf Siershahn (DB Bahnhofswagen), ehem. zweiachsiger gedeckter Güterwagen 01 RIV-EUROP 80 DB 120 7 614-9, der Gattung Gs 210, ausgestellt am 07 Juli 2024 beim Erlebnisbahnhof Westerwald der Westerwälder Eisenbahnfreunde 44 508 e. V. in Westerburg, hier war Lokschuppenfest. TECHNISCHE DATEN als Gs 210: Spurweite: 1.435mm Achsanzahl: 2 Länge über Puffer: 11.080 mm Radsatzstand: 5.700 mm Ladelänge: 9.280 mm Ladebreite: 2.710 mm Ladefläche: 25,2 m² Laderaum: 64,0 m³ Türöffnung (B × H): 2.000 × 2.000 mm Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h Kleinster bef. Gleisbogenradius: 35 m Bauart der Bremse: KE-GP Austauschverfahren: 01 Intern. Verwendungsfähigkeit: RIV-EUROP Der Internationale Eisenbahnverband (Union internationale des chemins de fer, UIC) gründete im Jahre 1949 eine eigene Forschungs- und Entwicklungsanstalt (ORE) und legte damit den Grundstein für international gültige Baugrundsätze von Güterwagen. Auf den ausgearbeiteten Entwürfen und Grundlagen der ORE für einen zweiachsigen Standard Güterwagen, entwickelten die Europäischen Bahnverwaltungen alsbald Ihre eigenen Fahrzeuge. Diese konnten dem Grundgedanken des UIC entsprechend, innerhalb der Gebiete der Mitgliedsverwaltungen zum Transport von Waren und Gütern eingesetzt werden. Die Deutsche Bundesbahn machte mit den ersten rund 3.500 Wagen (nach den vorläufigen Entwürfen) den Anfang und konnte bereits ab 1957 mit dem Gmm(e)hs 56 die ersten 2.662 echten UIC-Standardwagen in Betrieb nehmen. Äußerlich wurde die standardisierte Bauart durch die Anschrift RIV St UIC kenntlich gemacht. Andere Bahnverwaltungen wie die SNCF, FS, ÖBB, NS, DSB, MAV, P.K.P., CFL, SBB agierten in ähnlicher Art und Weise und fertigten ihre eigenen Ausführungen der UIC-Standardwagen. Durch diesen Umstand sind sich die Wagen alle sehr ähnlich, weisen aber zudem immer wieder länderspezifische Bauartunterschiede auf. Da die DB selbst einen sehr großen Bedarf an neuen Wagen hatte und es zudem bei älteren Wagengattungen einen Modernisierungsstau gab, kam es nicht nur zum Komplettneubau von UIC St Wagen. In mehreren Umbauprogrammen, bei denen einzelne Teile älterer Wagen wiederverwendet wurden, entstanden nach und nach die Wagenbauarten Gmms 44, Gmm(eh)s 60, Gmms 40 sowie 216. Für die 1960er bis 1990er Jahre waren diese Wagenbauarten prägend für den Güterverkehr in Europa und mit über 100.000 gebauten Stück in fast jedem Güterzug eingereiht. (to the image)

Frank Paukstat 28.7.2024 8:37
Hallo Armin,

schön zu einem Güterwagen auch die Entstehung der heutigen Normen bei Obergattungen durch die UIC und ORE zu lesen. Natürlich könnte man noch wesentlich mehr schreiben, doch das würde ein dickes Handbuch werden und ob das der Beschreibungstext hergibt? Doch auch hier passen Bild und Text wunderbar zusammen.

Viele Grüße, Frank

Armin Schwarz 28.7.2024 15:18
Hallo Frank,
auch hier meinen Dank für Deinen netten und positiven Kommentar, über den ich mich auch sehr gefreut habe. Es freut mich zudem sehr dass es gefällt.

Ja, man könnte viel mehr noch dazu schreiben, das würde sicherlich zu viel.

Liebe Grüße
Armin

Die ex DB 323 842-5, ex DB Köf 6772, der Westerwälder Eisenbahnfreunde 44 508 e. V., ausgestellt am 07 Juli 2024 beim Erlebnisbahnhof Westerwald in Westerburger der Westerwälder Eisenbahnfreunde 44 508 e. V., hier war Lokschuppenfest. Diese Köf II wurde 1960 unter der Fabriknummer 13210 bei der Lokfabrik Jung in Jungenthal bei Kirchen/Sieg gebaut und als Köf 6772 an die DB ausgeliefert. Sie war eine der 108 Maschinen der LG II, die im Rahmen der vorletzten Beschaffungsmaßnahme der DB, bei der Lokfabrik Jung-Jungenthal gebaut wurden. Zum 01. Januar 1968 erhielt sie, im Rahmen neuen EDV-Nummern, die Umzeichnung in 323 842-5. Die 323 842-5 (Jung 13210) war ab 1960 dem BW Wetzlar zugeteilt, ab 1968 wurde das Heimatbetriebswerk das Bw Limburg / Lahn, welches zum 01.12.1991 zur Außenstelle des Bw Gießen wurde. Die Zurückstellung von der Ausbesserung (Z-Stellung) erfolgte am 22. Juli 1996 im Bw Gießen, der am 30.08.1996 die Ausmusterung (Bw Gießen) folgte. Ab 1997 stand die Lok der BSW-Gruppe Koblenz, Ortsgruppe Siershahn zur Verfügung. Nach der Gründung des Vereins Westerwälder Eisenbahnfreunde 44 508 e. V. wurde die Lokomotive im Juli 2002 vom Verein käuflich erworben. Am 29.11.2003 wurde die Maschine per Tieflader zum jetzigen Standort ins Westerburger Museum transportiert. Die Lokomotive ist betriebsfähig und verlässt von Zeit zu Zeit den Lokschuppen mit eigener Kraft. In den Jahren 1932 - 38 beschaffte die Reichsbahn 887 Lokomotiven dieser Baureihe. Durch die Einwirkungen des Krieges stark dezimiert übernahm die spätere Bundesbahn noch 444 Exemplare und ließ, zwischen 1952 und 1965 noch 731 weitere Maschinen der Leistungsgruppe II neu bauen. Diese splitteten sich in die Baureihen 322, 323 und 324. Loks der BR 322 hatten eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h, die Loks der BR323 hatten eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Die zahlenmäßig größte Baureihe waren die Kleinloks der Baureihe 323. Dabei wurden ursprünglich zwei Gruppen unterschieden, 323 001 - 323 499 mit Deutz-Motor sowie 323 501 - 323 999 mit Kaelble-Motor. Insgesamt gab es 892 Loks der Baureihe 323. Der Antrieb erfolgt Dieselhydraulisch, d.h. die Kraftübertragung erfolgt vom Motor auf ein Voith-Turbogetriebe und von diesem über Rollenketten auf die beiden Achsen. Die Hersteller waren Gmeinder, O&K, Krupp, KHD, BMAG, Borsig, Jung und Henschel. Die Baureihe hat ausgedient und ist nur noch vereinzelt in div. Museen anzutreffen. TECHNISCHE DATEN: Spurweite: 1435 mm (Normalspur) Achsfolge : B Länge über Puffer: 6.450 mm Achsabstand: 2.500 mm Treibraddurchmesser: 850 mm (neu) größte Breite: 3.050 mm größte Höhe: 2.890 mm Dienstgewicht: 17 t Motorenart: wassergekühlter 6-Zylinder- Reihendieselmotor vom Typ Kaelble GN130 s Leistung: 128 PS (94 kW) bei 1300 U/min. Motorhubraum: 14,33 Liter (Bohrung 130 mm x 180 mm Hub) Getriebe: Voith L33U Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h Anfahrzugkraft: 27,5 kN Die Kraftübertragung vom Getriebe auf die Achsen erfolgt über Rollenketten. (to the image)

Frank Paukstat 28.7.2024 8:29
Hallo Armin,

auch die kleinen ehemaligen Rangierloks der Deutschen Bundesbahn verdienen Beachtung, haben sie doch überall in Bahnhöfen für Ordnung gesorgt. Auch kurze Übergabefahrten zu Firmen waren mit den Kleinloks möglich. Später bei privaten Unternehmen taten sie auch nichts anderes. Schönes Portrait mit dazu passenden Bildtext, super!

Viele Grüße, Frank

Armin Schwarz 28.7.2024 14:56
Hallo Frank,
danke für Deinen netten und positiven Kommentar, über den ich mich sehr gefreut habe. Es freut mich zudem sehr dass Dir das Porträt und der Bildtext gefallen.
Ja sie waren früher die Arbeitstiere an den Bahnhöfen.
Liebe Grüße
Armin





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