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Re: Berlin, Samstag: Menschenkette zum Erhalt der Uferbahn

(Thomas Wendt, 9.4.2011 10:32)

Hallo Jan,

hauptsächlich war der Artikel al Fototipp gedacht, weniger als Stellungnahme. Dennoch regt Deine Antwort natürlich zum Nachdenken und zur Beschäftigung mit dem Thema an.

Jan Lockan a écrit :
Ich habe als Steuerzahler keine Lust hier im ÖV ständig mit Kürzungen leben zu müssen und in Berlin saniert man eine Straßenbahn für ca. 1000 Reisende pro Tag. Das wird rund sieben Millionen Euro kosten.


Auf zehn Jahre gerechnet wären das ca. 2¤ pro Person - ich kann mir durchaus vorstellen dass diese Subventionsgrößenordnung nicht ungewöhnlich ist. Derzeit stehen die Chancen nicht so schlecht, da der Senat ja viel Geld von der S-Bahn einbehalten kann.

Kürzungen im ÖV sind doch meist eher eine Folge politischer Fehlentscheidungen - gerade im Verkehrssektor kommt ja das neue politische Klimadenken (bzw. Geschwafel) nicht an. In den Verkehrssektor fließt mehr als genug Geld, das ist nur eine Frage der Verteilung. Die könnte man z.B. einfach am Modal Split orientieren, das würde gerade Großstädte stark verändern.

Jan Lockan a écrit :
Das Land Berlin ist pleite und die BVG ebenfalls. Wenn man einen OB hat der stolz verkündet man sei arm aber sexy, dann darf man sich nicht wundern, wenn für eine Bahn das Feld fehlt. Besonders Berlin muss sich mal Gedanken machen wer das alles bezahlt.


Ich habe die Äußerung von Herrn Wowereit eher als Darstellung der Situation verstanden denn als Grundlage zum Ausblutenlassen der Stadt. Geld wird von der Wirtschaft erzielt, der politische Einfluss darauf ist begrenzt. Das ist aber eine politische Diskussion - ich werde wohl kaum Herrn Wowereit verteidigen wollen.

Meiner Meinung nach ist es auch seltsam, dass die S-Bahn zeitweilig Gewinne einfahren konnte, die BVG aber nicht. Die Aufteilung der Subventionen ist wohl falsch gelaufen.

Jan Lockan a écrit :
Man kann das Geld nur einmal ausgeben und nicht immer erwarten, dass andere Bundesländer der Hauptstadt die Kohle in den Arsch blasen. Wir wollen auch Geld haben, damit bei uns noch ein atraktives Angebot im ÖV auf die Beine gestellt werden kann!


Wenn das Geld bei den üblichen politischen Konstellationen da wäre, würde es sicher nicht in einen attraktiveren ÖPNV fließen. Das Problem ist die Politik. Für die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger hat diese nur einen einseitigen, autolastigen Blick.

Das gilt auch für Berlin, dessen Politik durchaus spürbare Bemühungen zur Unterstützung der autofreien Mobilität beinhaltet. Der Modal Split (Anzahl der Wege) ist hier folgender:

33% ÖPNV
29% motorisierter Individualverkehr
26% Fußgänger
12% Radfahrer

Wär mal interessant, dem die Ausgaben gegenüberzustellen. Finde ich so auf die Schnelle nicht, nehme aber starke Missverhältnisse an.

Gruß,
Thomas

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Ordre des messages :
   Berlin, Samstag: Menschenkette zum Erhalt der Uferbahn Thomas Wendt 8.4.2011 8:54




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