Wenn die Bahn so weiter macht wird sie sich noch den letzten Fahrgast vergraulen. Mann könnte neue IC-Wagen kaufen. Diese sind in der Anschaffung deutlich billiger als ein Mittelwagen eines ICE und wären flexibler. Wenn an einem Wagen eine Störung auftritt muss man einfach den Wagen ausrangieren. Einen Mittelwagen eines ICE auszurangieren ist keine so leichte Aufgabe und dauert dreimal so lange. Aber die Bahn macht ihr eigenes ding.
Gruß Marc
Schnellverkehr bzw. Hochgeschwindigkeitsverkehr wird seit jeher grundsätzlich mit Triebzügen gefahren, lokbespannte Züge kommen höchstens auf 200 km/h. Immerhin, als die SNCF ihre legendäre Weltrekordfahrt mit 331 km/h aufstellte, rasten die beiden Loks mit je drei Reisezugwagen durchs Lande(s). Wie schnell mit der heutigen Technik lokbespannter Hochgeschwindigkeitsverkehr zuverlässig betrieben werden könnte - eine interessante Frage und ein noch interessantere Antwort. Der ÖBB Rail-Jet schafft ja 230 km/h, wobei beim RJ leider alle Nachteile der Triebwagen bzw. lokbespannter Wagenzüge vereint wurden. Gruss aus Blonay Stefan
Hallo Stefan, eine interessante Frage. Wobei ich mir gerade vorstelle, dass es sich bei einem ICE 1 und ICE 2 oder dem TGV eigentlich auch nur um einen lokbespannten Zug handelt. Die Loks sind an das Design der Wagen angepasst worden und heißen jetzt Triebkopf. Echte Triebzüge im Hochgeschwindigkeitsverkehr sind eigentlich nur die ICE 3 oder die Shinkansen. Bei diesen Zügen verteilt man die Antriebseinrichtung über den ganzen Zug. Übrigens lassen sich bei den ICE 1 und 2 die Mittelwagen problemlos austauschen. Man muss nur den Faltenbalg trennen und die automatische Mittelpufferkupplung lösen. Es gibt jedoch eine Anweisung die Züge im Betrieb nicht zu trennen.
JAN
Hallo Jan, "fester Zugsverband" - dabei würde doch gerade der klassische, lokgezogene Wagenzug alle Vorteile der heute geforderten Anpassungsfähigkeit (mehr oder weniger Kapazität) erfüllen. Ein Beispiel: Bis im September fuhr der EC 37 als lokgezogene Komposition von Genève nach Venezia. Gegebenenfalls konnte der Zug (auch auf Teilstrecken!!!) verstärkt werden. Heute wird für diese Verbindung ein Pinocchio (ETR 610) eingesetzt und ! ein Verstärkunszug mit Trassegebühren, Lokführer, Zugspersonal und kaum Reisdenden, denn diese stapeln sich lieber im ohnehin engen Pinocchio! Im Straßenverkehr huschen "vierer"-Kabinen (gebührenlos) über die vom Steuerzahler berappten Autobahnen, im Flugverkehr düsen absolut siztplatzkontingierte Blechbüchse durch die Luft und die Eisenbahnstrategen meinen nun, mit den Nachteilen des Luftverkehrs die Vorteile des Individualverkehrs übertrumpfen zu können. mfg Stefan
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