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Re: Immer stärkerer Fahrzeugmangel bei der Berliner S-Bahn (Zeitungslink)

(Olli, 02.06.2009 15:22)

Marcus Ziegert schrieb:

Thomas Wendt schrieb:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Verkehr-S-Bahn-Platzmangel ;art18614,2812400


Immer mehr Fahrgäste aber weniger Züge.
Das Problem kenn ich zu gut. Fahre auch täglich mit der S-Bahn zur Arbeit. Kundenfreundlich ist die S-Bahn schon lange nicht mehr. Zu dem Platzmangel kommt auch noch hinzu das immer mehr Fahrradfahrer mit der S-Bahn fahren. Diese stellen sich mit Rädern nicht nur in das Fahrradabteil sondern blockieren Gänge und Türen. 500 Züge werden radlerfreundlich umgebaut steht auf der Internetseite der Berliner S-Bahn. Obwohl,grad im Berufsverkehr,eigentlich kein Platz dafür ist.
Die sollten lieber das Geld für ihre Züge investieren.Um neue anzuschaffen oder ältere Züge schnell wieder fahrtüchtig zu machen.
Hoffe habe das Thema nicht verfehlt. Das ist eben meine Erfahrung mit der S-Bahn.
http://s-bahn-berlin.de/aktuell/2009/104_radlerfreundlicherumbau_zuege.htm
VG Marcus


Warum eigentlich immer auf die Radfahrer schimpfen? Die Kombination von Rad und Schiene schafft ganz neue Kundenkreise.
Überleg mal folgendes: 10 min Fußweg ergeben einen Umkreis von weniger als 2 km Durchmesser, ca. 3 qkm. 10 min Radweg ergeben einen Umkreis von etwa 8 km Durchmesser, ca. 50 qkm. Mit Ersterem deckt man die Umgebung des Bahnhofs oder der Haltestelle ab, in günstigsten Fall die Innenstadt. Mit zweiterem ist eine ganze mittlere Stadt abgedeckt. Für Menschen aus dem Vorort entfällt ein zeitraubender Umstieg auf den Bus und die Busfahrt selbst (20-30 min), oder umweltfeindliches Abholen per Auto. Das würde praktikabel umgesetzt viele Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel umleiten, die sonst mangels praktikabler Verbindung (Umsteigen etc.) lieber Autofahren.
Irgendwie verstehe ich nicht, warum man das umweltfreundlichste Verkehrsmittel so verteufelt. Alles sollen Radfahren, aber Radfahrer sind überall unerwünscht oder verteufelt. Ein Blick in jede beliebige Tageszeitung reicht um das festzustellen. Was fehlt, ist der notwendige Weitblick der Verantwortlichen und ausreichende Kapazitäten, dafür sind die Radfahrer nicht verantwortlich.
Gruß, Olli


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