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Re: Fotogenehmigungen

(Olli, 18.10.2009 13:57)

Daniel Theumer schrieb:

Hallo,
in der DDR fahr das Eisenbahnfotorafieren generell Verboten, die dies trotzdem gemacht haben, werden heute geehrt dafür. Und noch dazu stammen viele Bilder aus nicht öffenlichen Bereichen. Wie Günter Meyer, Georg Otte, Dieter Wünschemann,... und den Westdeutschen Fotografen Burkhard, ..., und so weiter. Heute werden sie als Helden angesehen, weil sie eine längst vergangen Epoche dokumentiert haben. Ich foftografier fürs eigene Archiv auch dort wo es Verboten ist (Gleisanlagen meide ich aber wegen der Unfallgefahr selbstverständlich). Ist jeden seine Sache, find ich!

MfG, Daniel



Hallo Daniel,

sehr vernünftig! Erstens ist jedem seine Sache, denn er ist eigenverantwortlich für sein Tun. Grundsätzlich sollte die Kirche im Dorf bleiben.

Wie es sich für die DB verhält, das hat Kay schön mit seinen 7 Regeln zusammengefasst. Wie sich der einzelne damit auseinandersetzt ist seine Sache.

Wie es bei Bahnbilder gehalten wird ist natürlich größtenteils fremdbestimmt. Hier geht es darum Freibeuterei selbsternannter Internetsäuberer aus dem Weg zu gehen. Es geht nicht darum, die Grenzen genau auszuloten, sondern darum einigen raffgierigen Anwälten den Wind von vornherein aus den Segeln zu nehmen, da BB keine eigene Rechtsabteilung hat. Jedes Bild ist ja leider auch gleichzeitig ein Beweisfoto.

Wenn Du nun sagst, Du machtest noch mehr Bilder, aber für Dein Archiv, so denke ich ist das die richtige Einstellung. In 20 Jahren sind wir vielleicht froh drum. Entweder dann heimlich, weil Schäuble und Zensursula noch ihre Vollstrecker gefunden haben oder öffentlich, weil man endlich die Zensur durch unwägbare, sinnloser Rechtsvorschriften beseitigt hat.

Man sollte eben vernünftig bleiben, auf gar keinen Fall sein Leben riskieren, aber auch nicht als Duckmäuser jeden Unsinn als das Maß der Dinge betrachten. Andererseits muss konsequenterweise dann auch nicht jedes Foto den Weg ins Internet finden. Man sollte auch bedenken, dass einige dieser Bilder eben auch Bahnbilder.de gefährden. Das wird von der Protestfraktion hier eben beflissentlich übersehen. Es geht eben nicht drum, was Bahnbilder verbietet, sondern was dem Fotografen verboten wird. Man sollte meinen, dass bei Bahnbilder doch endlich mal alle begreifen könnten, dass die Einschränkungen keine Willkürakte von irgendwelchen Hütern der Regeln sind.

Noch kurz zum Thema Privateigentum Bahn. Das entspricht zwar der geltenden Gesetzeslage, ist aber sachlich falsch. Denn der Bund ist Eigentümer der Bahn und somit alle Einwohner Deutschlands. Somit ist es Gemeineigentum. Mir stellen sich jedesmal die Nackenhaare auf, wenn ich das höre und man hat den selbstherrlichen Herrn Mehdorn vor Augen.

Olli

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