Auf Bahnbilder.de hochgeladene Bilder im Januar 2010:
9. Januar 2010 (5 Bilder)
Eine weitere "Grand Dame" der Eisenbahngeschichte hat ihren Weg zu mir gefunden.Dies ist das Foto von einer "Fleischmann-Maschine",einer BR 01! Die vermutlich etwa 20Jahre alte Maschine fand den Weg von einem Online-Auktionshaus zu mir!Wie damals üblich brauchen die Fleischmann-Maschinen eine Aufwärmphase um richtig in Gang zu kommen.Dies geschied nach etwa 5-6 Runden auf der Anlage.Eine gute Gewichtsverteilung und Laufruhe machen die 01 zu einer wirklich gebrauchsfähigen Maschine.Einziger Wehmutstropfen: Im Fahrbetrieb mit beleuchteten Wagen nimmt die Geschwindigkeit recht stark ab,zieht aber fleisig ihre Runden.Bei dieser Maschine handelt es sich um das Modell der BR 01.164 mit Hochleistungskessel.Erhabener und kaum eingeschränkt läuft die 18.201 von Roco im Fahrbetrieb mit beleuchteten Wagen.Nichts desto trotz,halte ich die BR 01.164 für ein Schnäppchen.
Gerd Simmer
Baureihe 01;aus dieser Kombination sollte man schließen,daß diese Baureihe am Anfang vor allen anderen Baureihen stand.Tatsächlich aber stand am Anfang eine 02!Gleich zwei Schnellzuglokomotiven gab die ,damals noch Reichsbahn,in den Zwanzigern in Auftrag.Die Ende 1925 vorgestellte 02 war eine Verbundlok,die 01,die Anfang 1926 die Werkshallen verließ,eine Maschine mit einfacher Dampfdehnung.In den Versuchsreihen erwiesen sich beide sowohl von den Leistungen als auch vom Kohle- und Wasserverbrauch hier gleichwertig.Die einfacher gebaute 01 machte aus wirtschaftlichen Gründen das Rennen.Später wurde die 02 zu einer 01 umgebaut.Die verschiedenen Länderbahn-Baureihen bekamen nun Konkurenz.Die 01 sollte als Einheitslok diese ersetzen,doch der chronische Geldmangel des damaligen Reiches vereitelte das Ganze,dennoch übernahm die Baureihe 01 nach und nach den schweren und hochwertigen Personenverkehr.Insbesondere die so schöne,aber kompliziert gebaute und zu bedienende 18er Baureihe litt unter diesem Umstand schwer.Fuhr vorher noch eine BR-18 durch das Rheintal,donnerte nun immer öfter eine BR-01 durch das Tal,denn auch sie schaffte immerhin bis zu 140km/h und genügte den Ansprüchen des hochwertigen Personenverkehrs.Mittels eines Neubaukessels konnte man ihre Zugkraft noch einmal erhöhen.Eben eine echte "Grand Dame"!
Gerd Simmer
Eine der wohl beliebtesten Lokomotiven ob das Original oder ob im Modell ist die Diesel V-200!So ist es nicht ausgeblieben,daß auch ich ihr verfallen bin.Nun auch diese schätzungsweise 30 Jahre alte Maschine von "Fleischmann" erwarb ich über ein Online-Auktionshaus.Es handelt sich hierbei um die BR 221 131-6!Die Hakenkupplungen kenne ich noch aus meiner Jugend.Groß und Schwer kommt sie daher und macht klar,wer hier der Boss auf der Anlage ist.Das Erscheinungsbild dieses Modelles macht klar,daß es sich hier um eine starke Lok handelt und sie macht auch keinen Hehl daraus,denn sie ist laut,läuft aber trotz ihrem Alter hervorragend.Es ist ein Vergnügen sie im Fahrbetrieb zu sehen!Gerademal 35,33.-¤ hat sie mich gekostet.
Gerd Simmer
Ganz klar unverkennbar ist ihr Gesicht!Wie ein Rammbock,so möchte man meinen,will die "Fleischmann-Maschine" die Schienen unsicher machen.Ihr Fahrverhalten bestätigt dies.Sie legt eine beachtliche Geschwindigkeit hin und ist von Entgleisung weit entfernt,sofern die Schienen nicht allzugroße Unebenheiten aufweisen.Ihr Gewicht und ihre Laufruhe tragen wohl dazu bei,daß sie nichts so schnell aus der Ruhe bringen kann!Eine qualitativ hochwertige Maschine,würde ich sagen.Achtung!!! Hier komme ich,die BR 221 131-6!
Gerd Simmer
In der zweiten Hälfte der 1950er Jahre zogen immernoch Dampfloks einen Großteil des hochwertigen und schweren Personenverkehrs. Die BR-01 war damals immernoch die Lok für den Personenverkehr.Bereits 1953 jedoch ging der Gedanke zu dieselbetriebenen Lokomotiven hin.Die Baureihe V-200 erschien auf der Bildfläche,eine Maschine mit 2 Dieselaggregaten im Bauch.Kein Zweifel,die Dampflokomotiven sahen ihrem Ende entgegen.Auf Basis der V-200 entstanden weitere Baureihen nämlich BR-220 und BR-221!
Ende der 50er Jahre brauchte die Bundesbahn leistungsstarke Diesellokomotiven.Die Leistungen der Dieselaggregate reichte für eine einmotorige Maschine nicht aus."Kraus-Maffei" leitete die 221 aus der 220 ab.Nach der ersten Serie endete die Beschaffung,denn nun standen doch einmotorige Maschinen bereit.Bereits 1988 musterte die Bundesbahn die letzten Loks aus. Ihnen folgten BR-210,BR-215,BR-218 und andere!
Gerd Simmer
10. Januar 2010 (1 Bild)
In den 1930er Jahren fuhren die Züge in Deutschland pünktlich und schnell.In England verfolgte man diese Entwicklung besorgt,konnte es doch nicht sein das die Deutschen dem Ursprungsland des Eisenbahnwesens vormachten,wie man pünktlich Züge zu fahren hatte.Die Bahngesellschaft "LNER" hatte ein starkes Zugpferd,nämlich die berühmte Class A3.Als vergrößerte,stromlinienverkleitete Version der Class A3 wurde ab 1935 die Class A4 gefertigt.Die eleganten Schnellzugloks fuhren als Paradepferde der LNER auf den Linien: London/King´s Cross-Newcastle,Edingburgh,Aberdeen. Ein solches Paradepferd der Class A4 zeigt das Bild. Ihr Name ist "Mallard" mit der Nummer:60022! 35 solcher Maschinen wurden gefertigt,bevor die letzte ihrer Art 1967 ausgemustert wurde.Eine Maschine dieser Art wurde von einem Privatverein Generalüberholt und in den Originalzustand der LNER zurückversetzt.Von der Insel zu mir herübergedampft kam dieser Tage das Modell einer: Class A4 Dampflokomotive der Marke "Hornby"!Sie ist wirklich wunderschön anzusehen aber,so denke ich,ihres Alters wegen als Zugmaschine ungeeignet.Die Maschine muß sehr oft bespielt worden sein,denn an den Radkränzen sind starke Abnutzungsspuren zu erkennen.Selbst das Ölen brachte leider nicht viel.Quietschend und Kraftlos versucht sie Runden auf der Bahn zu drehen.Nunja als Ausstellungsstück kann man sie noch ins Regal stellen.Schade,aber jedes Lokomotivleben geht einmal zu ende,wie im wirklichen Leben eben.
Gerd Simmer
15. Januar 2010 (1 Bild)
Im Lokschuppen Einsatzbereit stehen(von links): BR 221 131-6 oder V200.1,BR 210 006-3 Gasturbine und BR 218 110-5!Die V200.1 oder spätere BR-221,mit zwei Dieselaggregaten ausgestattet,trat die Nachfolge der BR-01 an.Bereits 1965 baute man eine Lok der BR 219 001,versuchsweise mit einer Gasturbine versehen.Aus ihr entstand später die BR-210 aber da es Probleme im Fahrbetrieb mit Gasturbine gab wurden diese wieder ausgebaut!Ende der 1960er Jahre gelang es endlich eine zuverlässige einmotorige Dieselmaschine zu bauen und in Betrieb zu nehmen.Die Stunde der BR-218 war gekommen!Noch bis heute ist die BR-218 im Dienst und wird universell eingesetzt.
Gerd Simmer
31. Januar 2010 (2 Bilder)
Als früheres Vitrienenmodell stand sie nur zum bestaunen da!Nun kam sie zu mir gedampft: Die BR 18.1 von "Roco"!Das Herumstehen in der Vitriene schont zwar Motor und Räder,schützt aber vor Rost nicht!Bei genauerem Hinsehen sieht man,daß die nach außen verlegten Rohre leichten Rost angesetzt haben. Technisch aber sonst in Ordnung! Nach einer leichten Ölkur läuft sie auf der Anlage! In aller Ruhe zieht sie ihre Runden. Schnell ist was anderes,aber dafür überzeugt die Maschine durch viele Einzelheiten! Viel anbauen kann man,ich habe mich allerdings nur auf das nötigste beschränkt. Das Alter ist mir unbekannt. Eine Auflösung einer Eisenbahnanlage brachte die Lok zu mir. Schön sie bei mir zu haben!
Gerd Simmer
In den Jahren 1905 bis 1921 orderten die Württembergischen Staatsbahnen für den Schnellzugverkehr bei der ME eine Maschine,die nur auf der "Geislinger Steige" Nachschub benötigte.Es entstand die kleinste,deutsche Pazifik: Die BR 18.1 oder "württembergische C"!Mit einem Blechrahmen und nach hinten versetzte,innere Hochdruckzylinder ausgestattet erwiesen sich die Maschinen als überaus leistungsfähig.Leider jedoch kam es immer wieder zu einem Druckabfall zwischen Regler und Zylinder,was ihnen das Genick brechen sollte.Vergleichbare Bauarten hatten dieses Problem wohl eher weniger,weshalb die 18.1 immer hinter den anderen herschnaufte.Bereits 1955 wurde die letzte württembergische 18.1 Opfer des Hochofens.Immmerhin wurden in den Jahren zwischen 1905 und 1921, 41 Maschinen der "schönen Württembergerin" gebaut!Nichts desto Trotz kann man behaupten,daß die späteren S-3/6er auf ihre Bauart zurückzuführen sind!
Gerd Simmer