Auf Bahnbilder.de hochgeladene Bilder im November 2014:
8. November 2014 (4 Bilder)
Die Lichtgrenze erinnert in der Berliner Innenstadt auf einer Länge von 15 Kilometern an den Verlauf der Mauer. Am 7. November wurden die 8000 Ballons abends erstmals beleuchtet, am 9. November - dem Tag, an dem an der Bornholmer Straße erstmals die Mauer geöffnet wurde - sollen diese dann in die Luft aufsteigen. Die im Bild zu sehende Oberbaumbrücke trennte damals Friedrichshain von Kreuzberg, auch die U-Bahn konnte sie nicht mehr nutzen und endete am Schlesischen Tor. 7.11.2014, Oberbaumbrücke
Thomas Wendt
Lichtgrenze an der Oberbaumbrücke in Berlin. Hier verlief die Berliner Mauer. Heute wird die Brücke täglich von Tausenden überquert, was am 7.11. zumindest für die Autofahrer Nervensache war. Denn da die Bahn, und mit ihr auch die S-Bahn, streikte, stiegen viele lieber gleich aufs Auto um - und damit in den Stau. Am 9. November, 25. Jahre nach dem Mauerfall, wird die S-Bahn aber wieder fahren - so können die Feiergäste problemlos anreisen, um 19 Uhr die aufsteigenden Ballons zu beobachten. 7.11.2014
Thomas Wendt
Grenzüberquerung an der Oberbaumbrücke - daran, dass das viele Jahre lang nicht selbstverständlich war, erinnert 3 Tage lang die Lichtgrenze. Natürlich ist diese, anders als die Berliner Mauer, frei passierbar - sie findet schon am Abend des Freitag, 7. November 2014, regen Zuspruch.
Für mich ist die Maueröffnung eine sehr prägende und interessante Zeit gewesen. Ich - in Ostberlin lebend - war zwar erst 11 Jahre alt, und den Umstand, dass wir von unserer Wohnung am Nordbahnhof auf Häuser geschaut haben, die wir nie betreten konnten, hat man irgendwie als normal hingenommen. Vom Nordbahnhof wusste ich nichts, allerdings konnten wir Kinder auf dem Spielplatz die West-S-Bahnen im Nord-Süd-Tunnel hören.
Die S-Bahn-Fahrten in der Ulbrichtkurve zwischen Schönhauser Allee und Pankow, die durchs Grenzgebiet führten und wo es daher nie zum Stillstand des Zuges kam. Oder die Station Plänterwald, in der man ebenfalls auf eine "unerreichbare" Häusergruppe schaute.
Das Zusammenwachsen war sehr interessant und ich finde es schade, so wenig der Kuriositäten fotografiert zu haben. Beispielsweise Volkspolizeiuniformen mit eilig aufgesticktem West-Berliner Bär - die armen Leute mussten dann auch in Westberlin mit den West-Kollegen Streife laufen und wurden nicht ernstgenommen.
Der Mauerstreifen wenige Tage und Wochen nach der Öffnung (heute unglaublich: man konnte dort spazierengehen, aber nur wenige taten das), die Löcher in der Mauer, durch die die Menschen "illegal" schlüpften, wogegen die unter Autoritätsverlust leidenden Staatsorgange letztendlich machtlos waren ... überhaupt traute sich der Bürger erstmals, mit den früher autoritär auftretenden Polizisten herumzudiskutieren und deren Weisungen zu ignorieren. Ja, eine interessante Zeit.
Schön, dass dieser Zeit gedacht wird.
An der Oberbaumbrücke, 7.11.2014
Thomas Wendt
25 Jahre nach dem Mauerfall ist die Bernauer Straße nicht mehr wiederzuerkennen. Aus einer beschaulichen Pflasterstraße am "Rande" Berlins ist eine vielbefahrene Straße mit Straßenbahnanbindung geworden, viele Lücken wurden und werden mit hochwertigen Häusern ausgefüllt. Ein Wandel, der nicht nur Gewinner hervorgebracht hat - viele, die mit den steigenden Mieten nicht mithalten konnten, wurden verdrängt. Aber was bleibt schon, wie es ist? Hier zu sehen die Linie M10 in Richtung Warschauer Straße, im Hintergrund die Lichterkette, die vom 7.-9. November 2014 an den Mauerfall erinnert. 8.11.2014, Bernauer Straße, Berlin
Thomas Wendt