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Die 99 7247-2 der HSB (Harzer Schmalspurbahnen GmbH) am 22.03.2013 (um 18:30 Uhr) beim Wasserfassen beim Bahnhof Wernigerode.

(ID 674819)


Die 99 7247-2 der HSB (Harzer Schmalspurbahnen GmbH) am 22.03.2013 (um 18:30 Uhr) beim Wasserfassen beim Bahnhof Wernigerode.
Die Neubaumaschinen 99 231 bis 99 247 wurden in den 50er Jahren für verschiedene Schmalspurbahnen der DR durch den VEB Lokomotivbau  Karl Marx  in Babelsberg gebaut. Dies war unbedingt nötig, da der Lokomotivpark dieser Bahnen völlig überaltert war. Außerdem ging ein Teil der Maschinen im Krieg verloren.

Anfang der 70er Jahre erfolgte eine Umnummerierung der Lokomotiven. Aus der 99 231 wurde die 99 7231 usw.. Dies sollte sich zwischenzeitlich noch einmal ändern, als Ende der 70er Jahre alle Neubaumaschinen auf Ölhauptfeuerung umgestellt wurden. Nun wurde aus der 99 7231 die 99 0231 usw.. Dies war für diese Lokomotiven eine nicht besonders positive Maßnahme. Bei dem Umbau glaubte man, Brennstoff-Einsparungen vornehmen zu können. Die Einsparung eines zweiten Brenners erkaufte man sich aber mit Kesselschäden. 

Im Rahmen der Ölablösung in der damaligen DDR baute man die Maschinen wieder auf Rostfeuerung um. Ein Segen für die Loks aber auch für die Umwelt, denn nicht verbranntes Öl sickerte nicht mehr in die Gleise und in den Boden. 
Heute ist die Arbeit des Heizers zwar etwas beschwerlicher aber besonders in den Sommermonaten ist die Hitze lange nicht so groß wie damals mit dem geheizten Öltender und dem harten Ölfeuer. 

Nun haben die Maschinen wieder ihre 99 72..er Nummer. Obwohl die Deutschen Reichsbahn dazu überging Schmalspurdampflokomotiven mit 099 zu bezeichnen und mit einer neuen Betriebsnummer zu versehen, wurde auf den Harzer Schmalspurbahnen die alte Reichsbahnbezeichnung beibehalten.

Technische Daten dieser Loks:
Hersteller: VEB Lokomotivbau  Karl Marx  in Babelsberg 
Baujahre: 1954–1956
Achsfolge: 1'E1' 
Gattung: K57.10 
Spurweite: 1.000 mm (Meterspur) 
Länge über Puffer: 12.500 mm
 Kesselüberdruck : 14 bar
Leistung: 515 kW (700 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h (Vor- und Rückwärts)
Dienstgewicht: 64,5 t (bei vollen Vorräten)
Kohlevorrat: 4,0 t
Wasservorrat: 8 m³
Achslast: 9,5 t

Quelle: HSB Harzer Schmalspurbahnen GmbH (http://www.hsb-wr.de)

Die 99 7247-2 der HSB (Harzer Schmalspurbahnen GmbH) am 22.03.2013 (um 18:30 Uhr) beim Wasserfassen beim Bahnhof Wernigerode.
Die Neubaumaschinen 99 231 bis 99 247 wurden in den 50er Jahren für verschiedene Schmalspurbahnen der DR durch den VEB Lokomotivbau "Karl Marx" in Babelsberg gebaut. Dies war unbedingt nötig, da der Lokomotivpark dieser Bahnen völlig überaltert war. Außerdem ging ein Teil der Maschinen im Krieg verloren.

Anfang der 70er Jahre erfolgte eine Umnummerierung der Lokomotiven. Aus der 99 231 wurde die 99 7231 usw.. Dies sollte sich zwischenzeitlich noch einmal ändern, als Ende der 70er Jahre alle Neubaumaschinen auf Ölhauptfeuerung umgestellt wurden. Nun wurde aus der 99 7231 die 99 0231 usw.. Dies war für diese Lokomotiven eine nicht besonders positive Maßnahme. Bei dem Umbau glaubte man, Brennstoff-Einsparungen vornehmen zu können. Die Einsparung eines zweiten Brenners erkaufte man sich aber mit Kesselschäden.

Im Rahmen der Ölablösung in der damaligen DDR baute man die Maschinen wieder auf Rostfeuerung um. Ein Segen für die Loks aber auch für die Umwelt, denn nicht verbranntes Öl sickerte nicht mehr in die Gleise und in den Boden.
Heute ist die Arbeit des Heizers zwar etwas beschwerlicher aber besonders in den Sommermonaten ist die Hitze lange nicht so groß wie damals mit dem geheizten Öltender und dem harten Ölfeuer.

Nun haben die Maschinen wieder ihre 99 72..er Nummer. Obwohl die Deutschen Reichsbahn dazu überging Schmalspurdampflokomotiven mit 099 zu bezeichnen und mit einer neuen Betriebsnummer zu versehen, wurde auf den Harzer Schmalspurbahnen die alte Reichsbahnbezeichnung beibehalten.

Technische Daten dieser Loks:
Hersteller: VEB Lokomotivbau "Karl Marx" in Babelsberg
Baujahre: 1954–1956
Achsfolge: 1'E1'
Gattung: K57.10
Spurweite: 1.000 mm (Meterspur)
Länge über Puffer: 12.500 mm
Kesselüberdruck : 14 bar
Leistung: 515 kW (700 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h (Vor- und Rückwärts)
Dienstgewicht: 64,5 t (bei vollen Vorräten)
Kohlevorrat: 4,0 t
Wasservorrat: 8 m³
Achslast: 9,5 t

Quelle: HSB Harzer Schmalspurbahnen GmbH (http://www.hsb-wr.de)

Armin Schwarz http://hellertal.startbilder.de/ 30.03.2013, 1178 Aufrufe, 3 Kommentare

EXIF: Canon Canon EOS 1000D, Datum 2013:03:22 18:31:42, Belichtungsdauer: 0.400 s (4/10) (1/3), Blende: f/8.0, ISO100, Brennweite: 40.00 (40/1)

Marcus HaffnerMarcus Haffner mag das.
3 Kommentare, Alle Kommentare
De Rond Hans und Jeanny 30.3.2013 20:59

Entschuldigung Armin, es hat etwas länger gedauert mit dem Kommentar, aber ich musste zuerst die sehr informative Beschreibung zu Ende lesen.
Die herrliche Aufnahme und der tolle Text sind ganz nach meinem Geschmack.
Gruß Hans

Armin Schwarz 30.3.2013 22:07

Hallo Hans,
das entschuldige ich sehr gerne ;-)
Es freut mich sehr dass die Aufnahme und auch der Text gefallen finden. Danke für den netten Kommentar.
Liebe Grüße nach Luxemburg
Armin

Armin Schwarz 1.4.2013 19:47

Hallo Helmut,
es sollte wirklich auf Deiner Liste ganz oben stehen, es war und ist eine Reise wert.
Gruß Armin

Zwischen dem Bahnhof Steinerne Renne und Drei Annen Hohne liegt der einzige Tunnel der Harzer Schmalspurbahn. Ganze 58m ist der Thumkuhlenkopftunnel lang. Am 1.9.2026 dieselte das Harzkamel 199 872 kraftvoll die Steigung nach Drei Annen Hohne hinauf.
Zwischen dem Bahnhof Steinerne Renne und Drei Annen Hohne liegt der einzige Tunnel der Harzer Schmalspurbahn. Ganze 58m ist der Thumkuhlenkopftunnel lang. Am 1.9.2026 dieselte das Harzkamel 199 872 kraftvoll die Steigung nach Drei Annen Hohne hinauf.
Jens Hubers

Ein Triebwagen der Baureihe 187, in Aachen bei Talbot gebaut fuhr er zuerst bei der Inselbahn Langeoog bevor er in den 90ern in den Harz kam. Diese Triebwagen bilden das Rückgrat auf der Selketalbahn da deren Einsatz deutlich günstiger ist. Hier befindet sich 187 011 grade an der bekannten Felswand bei Drahtzug am 31.8.2026
Ein Triebwagen der Baureihe 187, in Aachen bei Talbot gebaut fuhr er zuerst bei der Inselbahn Langeoog bevor er in den 90ern in den Harz kam. Diese Triebwagen bilden das Rückgrat auf der Selketalbahn da deren Einsatz deutlich günstiger ist. Hier befindet sich 187 011 grade an der bekannten Felswand bei Drahtzug am 31.8.2026
Jens Hubers

Dampf im Selketal
Auch Abseits der bekannten Brockenbahn und der Harzquerbahn verkehren Dampfloks auf 1000mm durch den Harz. Von Quedlinburg aus führt die Selketalbahn über Gernrode und Alexisbad Richtung Eisfelder Talmühle. Leider sind die Dampfzüge hier besonders rah gesät. 99 7232 dampfte am 29.8.2026 munter zwischen Quedlinburg und Gernrode
Dampf im Selketal Auch Abseits der bekannten Brockenbahn und der Harzquerbahn verkehren Dampfloks auf 1000mm durch den Harz. Von Quedlinburg aus führt die Selketalbahn über Gernrode und Alexisbad Richtung Eisfelder Talmühle. Leider sind die Dampfzüge hier besonders rah gesät. 99 7232 dampfte am 29.8.2026 munter zwischen Quedlinburg und Gernrode
Jens Hubers