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Von einer Aussichtsplattform der Gedenkstätte Berliner Mauer bietet sich dieser Blick auf einen Teil der rekonstruierten Grenzbefestigungsanlagen, im Vordergrund fährt ein Flexity der

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Von einer Aussichtsplattform der Gedenkstätte Berliner Mauer bietet sich dieser Blick auf einen Teil der rekonstruierten Grenzbefestigungsanlagen, im Vordergrund fährt ein Flexity der Berliner Straßenbahn in Richtung Hauptbahnhof, im Hintergrund ist der Sophienfriedhof sichtbar (17.11.2015). 1971 stand ich als Jugendlicher schon einmal auf einer Besucherplattform an der Bernauer Straße und kann mich heute noch an das beklemmende Gefühl erinnern, das der Blick über den Grenzstreifen und die wie ausgestorben wirkenden Straßen im Ostteil in mir auslöste.

Von einer Aussichtsplattform der Gedenkstätte Berliner Mauer bietet sich dieser Blick auf einen Teil der rekonstruierten Grenzbefestigungsanlagen, im Vordergrund fährt ein Flexity der Berliner Straßenbahn in Richtung Hauptbahnhof, im Hintergrund ist der Sophienfriedhof sichtbar (17.11.2015). 1971 stand ich als Jugendlicher schon einmal auf einer Besucherplattform an der Bernauer Straße und kann mich heute noch an das beklemmende Gefühl erinnern, das der Blick über den Grenzstreifen und die wie ausgestorben wirkenden Straßen im Ostteil in mir auslöste.

Horst Lüdicke 22.11.2015, 643 Aufrufe, 4 Kommentare

4 Kommentare, Alle Kommentare
Thomas Wendt 28.11.2015 7:55

Hallo Horst, ich wohnte ja nicht weit von dieser Stelle und kann mich gut daran erinnern, wie das mit dem Mauerfall und den ersten Besuchen in Westberlin war. Tatsächlich glänzste dort alles, die Werbung leuchtete und wenn man abends wieder zurückkam, war in den geschlossenen Läden nicht eine Lampe angeschaltet. Es war kurios, dass die Bernauer Straße nur wenige Meter von unserer Wohnung entfernt war und man als Kind nie dort hinkonnte. Nun habe ich selbst eine Tochter, die natürlich ganz Berlin kennenlernt und merke, dass die Situation schwer zu vermitteln ist. Die Teilung einer ganzen Stadt ist eben doch recht kurios.

Olli 28.11.2015 12:06

Die Teilung der Straßenbahn versinnbildlicht die Mauerrelikte richtig gut...
Gruß, Olli

Stefan Wohlfahrt 28.11.2015 12:40

Ich glaube,
die "Teilung" der Stadt Berlin ist heute unvorstellbar, selbst wenn die Gedenkstätten recht eindrücklich das Thema den Interessierten vermittelt.
einen lieben Gruss
Stefan

Horst Lüdicke 28.11.2015 23:36

Auch hier vielen Dank für Eure Kommentare, Thomas, Olli und Stefan. @ Olli: So habe ich das noch gar nicht gesehen... @ Thomas und Stefan: Genau das habe ich auch gedacht, als ich einige Orte wiedersah, die ich von früheren Besuchen in Ost- und Westberlin kannte. Ich denke, man muss es selbst erlebt oder zumindest gesehen haben, um einen wirklichen Bezug der heutigen Situation zur damaligen herstellen zu können. Die Bernauer Straße, die ich damals auch auf der Westseite als trist empfand, ist heute eine belebte "normale" Straße, der nicht bebaute Grünstreifen und die zahlreichen Bilder und Texttafeln können - bei allem Bemühen - jüngeren Menschen nur schwach einen Eindruck davon vermitteln, wie die Atmosphäre dort früher war. Und z. B. auch die Ausstellung im "Tränenpalast" kann die Emotionen der Menschen, die sich von ihren Angehörigen verabschiedeten, oder das mulmige Gefühl, das ich wie viele andere wohl auch dort bei Ein- und Ausreisen über den Bahnhof Friedrichstraße hatten, wohl kaum wiedergeben. Ich nehme es den zahlreichen Berlin-Besuchern nicht übel, aber ich habe das Gefühl, dass für meisten von ihnen diese Erinnerungen an die Teilung Berlins "Attraktionen" wie der Eiffelturm in Paris oder die Tower Bridge in London sind.
Gruß Horst

Architektur und Straßenbahn - 

Eigenwillige Neubauten von Chipperfield Architects (London, Berlin) auf dem Bötzow-Areal in Berlin an der Prenzlauer Allee. 

Im Vordergrund verlässt eine Flexity Berlin der Linie M2 die Haltestelle Mollstraße/Prenzlauer Allee.

03.05.2026 (M)
Architektur und Straßenbahn - Eigenwillige Neubauten von Chipperfield Architects (London, Berlin) auf dem Bötzow-Areal in Berlin an der Prenzlauer Allee. Im Vordergrund verlässt eine Flexity Berlin der Linie M2 die Haltestelle Mollstraße/Prenzlauer Allee. 03.05.2026 (M)
Gisela, Matthias und Jonas Frey

Auf Betriebsfahrt - 

... ist hier Flexity Berlin 4022 auf einem eigenen Bahnkörper in der Prenzlauer Allee unterwegs.

03.05.2026 (M)
Auf Betriebsfahrt - ... ist hier Flexity Berlin 4022 auf einem eigenen Bahnkörper in der Prenzlauer Allee unterwegs. 03.05.2026 (M)
Gisela, Matthias und Jonas Frey

Haltestelle Mollstraße/Prenzlauer Allee - 

Flexity Berlin 9133 als M2 zum Alexanderplatz bei der Einfahrt in die Haltestelle. Das neu Gebäude links mit der auffälligen Fassade wurde von Chipperfield Archtects geplant. Über der Tram ist im Hintergrund der Kirchturm der Immanuelkirche erkennbar.

03.05.2026 (M)
Haltestelle Mollstraße/Prenzlauer Allee - Flexity Berlin 9133 als M2 zum Alexanderplatz bei der Einfahrt in die Haltestelle. Das neu Gebäude links mit der auffälligen Fassade wurde von Chipperfield Archtects geplant. Über der Tram ist im Hintergrund der Kirchturm der Immanuelkirche erkennbar. 03.05.2026 (M)
Gisela, Matthias und Jonas Frey

In der kurzen Steigung - 

... der Friedrichstraße hinauf zur Weidendammer Brücke ist hier Flexity Berlin 9081 als M1 unterwegs. Im Hintergrund der Bahnhof Friedrichstraße an der Stadtbahn.

Während der Teilung von Berlin war der Bahnhof Friedrichstraße obwohl in Ostberlin liegend, ein Umsteigebahnhof im Westberliner Schnellbahnnetz. Hier konnte von der U6 in die S-Bahn der Stadtbahn in Fahrtrichtung Westen und in die Nord-Süd-S-Bahn umgestiegen. Für Ostberliner war der Bahnhof für die S-Bahn der Stadtbahn vom Alexanderplatz her kommend Endstation. Der Bahnhof war zudem ein Grenzübergang zwischen Ost- und Westberlin.

1984 konnte ich diese aus heutiger Sicht unvorstellbare Situation miterleben. 

01.05.2026 (M)
In der kurzen Steigung - ... der Friedrichstraße hinauf zur Weidendammer Brücke ist hier Flexity Berlin 9081 als M1 unterwegs. Im Hintergrund der Bahnhof Friedrichstraße an der Stadtbahn. Während der Teilung von Berlin war der Bahnhof Friedrichstraße obwohl in Ostberlin liegend, ein Umsteigebahnhof im Westberliner Schnellbahnnetz. Hier konnte von der U6 in die S-Bahn der Stadtbahn in Fahrtrichtung Westen und in die Nord-Süd-S-Bahn umgestiegen. Für Ostberliner war der Bahnhof für die S-Bahn der Stadtbahn vom Alexanderplatz her kommend Endstation. Der Bahnhof war zudem ein Grenzübergang zwischen Ost- und Westberlin. 1984 konnte ich diese aus heutiger Sicht unvorstellbare Situation miterleben. 01.05.2026 (M)
Gisela, Matthias und Jonas Frey